Wiener Börse startet schwächer - ATX verliert 0,76 Prozent / Friedensverhandlungen zwischen USA und Iran vorerst gescheitert - Ölpreise steigen wieder
Der Wiener Aktienmarkt startet etwas schwächer in die Woche. Am Wochenende waren die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran vorerst gescheitert. Der heimische Leitindex ATX notierte rund 45 Minuten nach Handelsstart am Montag mit einem Minus von 0,76 Prozent auf 5.769,75 Punkten. Der ATX Prime gab um 0,76 Prozent auf 2.855,83 Zähler nach. Auch an den europäischen Leitbörsen wurden Abschläge verzeichnet.
Die USA wollen nach den vorerst gescheiterten Friedensverhandlungen mit dem Iran am Nachmittag mit einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten Blockade der Straße von Hormuz beginnen. Laut "Wall Street Journal" erwägt Trump auch begrenzte Militärschläge, um die Gespräche wieder in Gang zu bringen. Trump will mit der Hormuz-Blockade verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öleinnahmen abschneiden.
Die Ölpreise stiegen angesichts der vorerst gescheiterten Verhandlungen wieder. In der Nacht auf Montag kletterte der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni bis zu neun Prozent auf fast 104 Dollar (88,81 Euro). In der Früh lag der Preis für den Öl-Future bei rund 102 Dollar und damit sieben Prozent über dem Niveau vom Freitagabend.
In Österreich öffnet das Wirtschaftsministerium am Montag ungeachtet der ausstehenden beihilferechtlichen Genehmigung der EU das Antragsportal für den Industriestrombonus. Insgesamt stellt der Bund für die Jahre 2025 und 2026 rund 150 Mio. Euro zur Verfügung. Die Anträge für das Jahr 2025 für Förderungen in Höhe von insgesamt 75 Mio. Euro können ab 13. April rückwirkend eingereicht werden. Anspruchsberechtigt sind etwa 60 heimische Unternehmen aus definierten Branchen wie der Papier- oder Stahlindustrie, die einen Stromverbrauch von mehr als einer Gigawattstunde (GWh) pro Jahr haben. Eine neue Voraussetzung für die Auszahlung ist, dass 80 Prozent der Fördersumme zwingend in Energieeffizienzmaßnahmen investiert werden müssen.
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