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Wiener Aktienmarkt vorbörslich schwächer erwartet / Friedensverhandlungen zwischen USA und Iran vorerst gescheitert - Ölpreise steigen wieder

Der Wiener Aktienmarkt dürfte am Montag wieder etwas schwächer in die Woche starten. Am Wochenende waren die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran vorerst gescheitert. Eine Bankenindikation taxierte den heimischen Leitindex ATX rund 30 Minuten vor Sitzungsauftakt mit einem Minus von 0,99 Prozent. Auch an den europäischen Leitbörsen werden Abschläge erwartet.

Die USA wollen nach den vorerst gescheiterten Friedensverhandlungen mit dem Iran heute mit einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten Blockade der Straße von Hormuz beginnen. Laut "Wall Street Journal" erwägt Trump auch begrenzte Militärschläge, um die Gespräche wieder in Gang zu bringen. Trump will mit der Hormuz-Blockade verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öleinnahmen abschneiden. Der Iran gab sich jedoch unbeeindruckt. Trumps Ankündigung der Seeblockade sei nichts als Bluff, schrieb der Sprecher des Sicherheitsausschusses im iranischen Parlament, Ebrahim Rezaei, in der Nacht auf X. Dies würde als Militäroperation gewertet, "und wir würden darauf reagieren."

Die Friedensverhandlungen waren am Sonntag ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. Ob und wann es zu weiteren Verhandlungen kommt, war vorerst unklar. Der Iran gab den USA die Schuld für das Scheitern der Gespräche, schloss weitere Verhandlungen mit Washington aber nicht aus. US-Vizepräsident JD Vance wiederum sagte, der Iran habe die Bedingungen der USA nicht akzeptiert - man lasse einen Vorschlag zurück, der ein endgültiges Angebot darstelle.

Die Ölpreise stiegen nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen wieder. In der Nacht auf Montag kletterte der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni bis zu neun Prozent auf fast 104 Dollar (88,81 Euro). Am frühen Morgen lag der Preis für den Öl-Future bei rund 102 Dollar und damit sieben Prozent über dem Niveau vom Freitagabend. Vor dem Start der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad am Samstag hatte der Preis pro Barrel noch bei 95,20 Dollar gelegen.

In Österreich öffnet das Wirtschaftsministerium am Montag ungeachtet der ausstehenden beihilferechtlichen Genehmigung der EU das Antragsportal für den Industriestrombonus. Insgesamt stellt der Bund für die Jahre 2025 und 2026 rund 150 Mio. Euro zur Verfügung. Die Anträge für das Jahr 2025 für Förderungen in Höhe von insgesamt 75 Mio. Euro können ab 13. April rückwirkend eingereicht werden. Anspruchsberechtigt sind etwa 60 heimische Unternehmen aus definierten Branchen wie der Papier- oder Stahlindustrie, die einen Stromverbrauch von mehr als einer Gigawattstunde (GWh) pro Jahr haben. Eine neue Voraussetzung für die Auszahlung ist, dass 80 Prozent der Fördersumme zwingend in Energieeffizienzmaßnahmen investiert werden müssen.

Am Freitag hatte der ATX um 2,80 Prozent höher bei 5.813,68 Punkten geschlossen.

Die größten Kursgewinner im prime market am Freitag:

Raiffeisen Bank International +10,66% 44,24 Euro
Mayr-Melnhof                  +6,98%  93,50 Euro
Rosenbauer                    +6,30%  50,60 Euro

Die größten Kursverlierer im prime market am Freitag:

OMV               -1,90% 59,40 Euro
Kapsch TrafficCom -1,11% 5,34 Euro 
Immofinanz        -0,51% 15,60 Euro

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