dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 10.04.2026 - 17.00 Uhr
ROUNDUP/USA: Iran-Krieg treibt Inflationsrate auf 3,3 Prozent
WASHINGTON - Der Iran-Krieg hat die US-Inflationsrate im März deutlich nach oben getrieben. Im Jahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 3,3 Prozent, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Im Februar hatte die Inflationsrate noch bei 2,4 Prozent gelegen. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem noch etwas stärkeren Anstieg der Rate auf 3,4 Prozent gerechnet.
Vance warnt Iran vor Gesprächen, die USA nicht zu täuschen
WASHINGTON/ISLAMABAD - Vor seiner Abreise zu Verhandlungen zum Iran-Krieg in Pakistan hat US-Vizepräsident JD Vance Teheran dazu ermahnt, die Gespräche mit den USA ernst zu nehmen. Wie US-Präsident Donald Trump verdeutlicht habe, sei man bereit, den Iranern die Hand zu reichen, wenn diese bereit seien, in gutem Glauben zu verhandeln, sagte Vance vor Journalisten. "Wenn sie versuchen werden, uns zu täuschen, werden sie feststellen, dass das Verhandlungsteam nicht besonders aufgeschlossen ist."
USA: Auftragseingang in der Industrie stagniert im Februar
WASHINGTON - Der Auftragseingang der US-Industrie hat im Februar stagniert. Die Bestellungen verharrten auf dem Niveau vom Vormonat, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Analysten hatten mit einem Rückgang um 0,2 Prozent gerechnet. Bereits im Januar hatten die Aufträge laut revidierten Zahlen stagniert. Hier war zunächst noch ein Anstieg um 0,1 Prozent ermittelt worden.
USA: Michigan-Konsumklima fällt auf Rekordtief - Iran-Krieg belastet
MICHIGAN - Die Stimmung der Verbraucher in den USA hat sich im April stärker als erwartet eingetrübt und ist auf ein Rekordtief gefallen. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima fiel laut der am Freitag veröffentlichten ersten Schätzung um 5,7 Punkte auf 47,6 Zähler. Volkswirte hatten im Schnitt einen Rückgang auf 51,5 Punkte erwartet.
ROUNDUP 2: Bund sichert nach Northvolt-Pleite 153 Millionen Euro
KIEL - Die Pleite des schwedischen Batterieherstellers Northvolt kostet die deutschen Steuerzahler etwas weniger Geld als bislang angenommen. Im Zuge der geplanten Übernahme der deutschen Tochter durch Lyten haben Bund und Land 153 Millionen Euro an Steuergeld gesichert.
GESAMT-ROUNDUP: Spritpreise sinken - Zoff in Koalition nimmt zu
BERLIN/MÜNCHEN - Die Spritpreise in Deutschland sinken den dritten Tag in Folge. Ungeachtet der Preisnachlässe an Tankstellen verschärft sich in der schwarz-roten Koalition der Streit über mögliche Entlastungen der Verbraucher.
Kremlgesandter zu Wirtschaftsgesprächen in den USA
MOSKAU - Kurz vor Ablauf einer zeitlich begrenzten Lockerung von US-Sanktionen auf russisches Öl ist der für Wirtschaftsbeziehungen mit dem Ausland zuständige Kremlgesandte Kirill Dmitrijew zu Gesprächen in die USA gereist. "Kirill Dmitrijew leitet eine Gruppe zu wirtschaftlichen Fragen, und er führt die Arbeit im Rahmen dieser Gruppe fort", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Dmitrijew führe keine Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs, sagte Peskow. Sein Besuch bedeute keine Wiederaufnahme der Verhandlungen.
Hohe Energiepreise: Starmer kritisiert Trump und Putin
LONDON - Der britische Premierminister Keir Starmer macht US-Präsident Donald Trump und den russischen Präsidenten Wladimir Putin für die weltweit steigenden Energiepreise mitverantwortlich. Er "habe es satt", dass britische Familien und Unternehmen mit schwankenden Energiekosten zu kämpfen hätten "wegen der Handlungen von Putin oder Trump auf der ganzen Welt", sagte Starmer dem Sender ITV am Donnerstag.
Ifo: Stimmung in Reisebranche bricht ein
MÜNCHEN - Reisebüros und Reiseveranstalter stellen sich aufgrund des Nahost-Konflikts auf deutlich schlechtere Geschäfte und steigende Preise ein. Im März hat sich das Geschäftsklima in der Branche deutlich abgekühlt, wie das Ifo Institut in München mitteilt. Als Hauptursache gilt die Eskalation im Nahen Osten mit Reisewarnungen für wichtige Transitländer der Golfregion.
Inflation auf höchstem Stand seit Anfang 2024
WIESBADEN - Der Iran-Krieg hat das Leben in Deutschland im März sprunghaft verteuert. Massiv gestiegene Energiepreise katapultierten die Inflationsrate mit 2,7 Prozent auf den höchsten Stand seit Januar 2024, wie das Statistische Bundesamt vorläufige Berechnungen bestätigt. Im Februar hatten die Verbraucherpreise um 1,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats gelegen.
Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.
/jsl
AXC0206 2026-04-10/17:05