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Aktien Frankfurt: Dax legt zu - vage Hoffnung auf Ende des Ukraine-Kriegs

Sehr vage Hoffnungen auf ein Ende des Kriegs in der Ukraine haben am Freitag die Kurse am deutschen Aktienmarkt angeschoben. Am frühen Nachmittag legte der Dax um 0,8 Prozent auf 24.006 Punkte zu. Die runde Marke von 24.000 Zählern konnte der Dax damit zunächst knapp hinter sich lassen. Etwas Rückenwind gab es auch von den Verbraucherpreisen in den USA im März, deren Anstieg etwas geringer ausfiel als erwartet.

Verliefen die ersten beiden Handelsstunden noch zäh, so kam anschließend etwas Schwung ins Geschehen. Händler berichteten von vagen Spekulationen über ein Ende des Kriegs in der Ukraine. Auslöser könnte die Reise des für Wirtschaftsbeziehungen mit dem Ausland zuständigen Kremlgesandte Kirill Dmitrijew zu Gesprächen in die USA gewesen sein. Moskau bremste allerdings umgehend: Dmitrijew führe keine Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Sein Besuch bedeute keine Wiederaufnahme der unterbrochenen Verhandlungen.

Dass Anleger gleichwohl auf die Karte Frieden setzten, wenn auch mit angezogener Handbremse, belegten deutliche Kurseinbußen von Rüstungsaktien. Im Dax waren Rheinmetall das Schlusslicht mit einem Abschlag von sechs Prozent. Im MDax waren mit Hensoldt und Renk ebenfalls zwei Rüstungstitel die größten Verlierer mit jeweils rund fünf Prozent Abschlag.

Gesucht waren hingegen die Profiteure eines etwaigen Wiederaufbaus der Ukraine. Im Dax setzten sich Heidelberg Materials mit plus 4,3 Prozent an die Spitze. Bilfinger gewannen zwei Prozent und die Stahlhersteller Salzgitter und Thyssenkrupp fünf respektive mehr als drei Prozent.

Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Werten legte mit 1,8 Prozent auf 30.580 Zähler noch stärker zu als der Dax. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um ein Prozent aufwärts.

Ansonsten tat sich mit Blick auf die Einzelwerte wenig. Adidas legten um zwei Prozent zu. Die US-Bank Citigroup hat eine Kaufempfehlung für die Papiere des Sportartikel-Konzerns bekräftigt.

Aktien von Ströer verteuerten sich um gut vier Prozent, nachdem sich ein Börsenbrief für die Papiere des Werbedienstleisters ausgesprochen hatte.

Ein erfreuliches Debüt im Kleinwerte-Index SDax gaben die Papiere der Shelly Group , die um gut zwei Prozent stiegen. Das Technologieunternehmen mit Sitz im bulgarischen Sofia ist für die Aktien von Gerresheimer in den SDax aufgerückt./bek/jha/

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

 ISIN  DE0008469008  DE0008467416  DE0009653386

AXC0160 2026-04-10/14:43

Relevante Links: adidas AG, Allterco JSCo, HENSOLDT AG, Salzgitter AG, ThyssenKrupp AG, Heidelberg Materials AG, RENK GROUP AG INH O.N., Gerresheimer AG, Bilfinger SE, Rheinmetall AG, Ströer SE & Co. KGaA

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