, APA

Wiener Aktienmarkt vorbörslich wenig bewegt erwartet / Warten auf Verhandlungen im Nahen Osten

Der Wiener Aktienmarkt dürfte sich am Freitag zum Handelsstart zunächst nur wenig bewegen. Bankenindikationen sahen den ATX rund 20 Minuten vor Sitzungsauftakt bei 5.656 Punkten auf Vortagesniveau. Damit dürfte der Leitindex weiter seine Erholungsgewinne vom Mittwoch konsolidieren, als die USA und Iran einen Waffenstillstand im Iran-Krieg angekündigt hatten.

Obwohl die Waffenruhe im Nahen Osten fragil bleibt, kommt bisher kein neuer Druck durch die Ölpreise auf, die aktuell der zentrale Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt sind. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent bleibt klar unter 100 US-Dollar, nachdem er am Mittwoch sogar fast auf 90 Dollar gesunken war. Am Freitag in der Früh mussten rund 96 Dollar bezahlt werden.

Am Wochenende sollen in Pakistan Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA stattfinden. Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen zudem auf angekündigte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon und der Meldung des US-Präsidenten Donald Trump, dass Israel seine Angriffe auf den Libanon einstellen werde. "Das ist von Bedeutung, da der Libanon bisher ein potenzielles Haupthindernis für den Waffenstillstand war", so die Experten.

Davor richten sich die Blicke auf Verbraucherpreisdaten aus den USA. Wegen der höheren Benzinpreise ist mit einem deutlichen Anstieg der Inflationsrate für März zu rechnen.

Unter den heimischen Nebenwerten könnten die Addiko-Aktien erneut einen Blick wert sein. Nachdem die RBI ein Übernahmeangebot vorgelegt hatte, zog die slowenische Bank NLB nach. Sie kündigte am Donnerstagabend ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot von 29,00 Euro je Aktie in bar an.

Weiters gab es einige Meldungen von Analystenseite. Die kanadische Bank RBC hielt ihr "Underperform"-Rating und ihr Kursziel von 60 Euro für die OMV-Titel bei. Inzwischen stufte die Erste Group die Aktien der Telekom Austria von "Hold" auf "Buy" hoch, das Kursziel hoben sie auf 12 Euro an. Für EuroTeleSites setzten die Erste-Experten ihr Kursziel auf 5,35 Euro herab und hielten ihre "Accumulate"-Empfehlung bei.

Am Donnerstag hatte der ATX um 0,17 Prozent schwächer bei 5.655,52 Punkten geschlossen.

Die größten Kursgewinner im prime market am Donnerstag:

Polytec +4,78% 3,73 Euro 
Andritz +4,08% 66,40 Euro
Post    +1,97% 36,15 Euro

Die größten Kursverlierer im prime market am Donnerstag:

DO&CO      -4,38% 183,40 Euro
Frequentis -3,51% 71,40 Euro 
FACC       -2,60% 14,22 Euro 

spa/rst

 ISIN  AT0000999982
Copyright APA. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von APA ist nicht gestattet.