Bahngewerkschaft kritisiert ÖBB-Management / vida fordert von Führungsebene mehr strategischen Weitblick
Die Gewerkschaft vida sieht im neuen Fahrgastrekord der ÖBB im Vorjahr zwar ein positives Signal für den Zuspruch für die Öffis und die Mobilitätswende in Österreich. Doch gibt es seitens der Eisenbahngewerkschaft in der vida den Vorwurf an die Bundesbahnen, auf Verschleiß zu fahren. Vorsitzender Gerhard Tauchner fordert nicht zuletzt auf Basis eines kürzlichen Rechnungshofberichts zudem mehr strategischen Weitblick vom Management.
Rekorde entstünden nicht von selbst und seien nur möglich, wenn Angebot, Infrastruktur und der tägliche Einsatz der Beschäftigten zusammenpassten, so Tauchner am Donnerstag via Aussendung. Der starke Angebots- und Nachfragezuwachs sei aber nicht ausreichend durch Fahrzeuge und betriebliche Reserven abgesichert worden, bezog er sich auf ein Ergebnis des RH-Berichts, über den ausführlich berichtet worden war.
Bahn reagiert
"Um hier keine negativen Rekorde zu schreiben, muss umgehend auf allen Ebenen gegengesteuert werden", fordert Tauchner. "Es braucht strategischen Weitblick, der nicht an kurzfristige betriebswirtschaftliche Kennzahlen oder persönlichen wirtschaftlichen Erfolg gekoppelt ist." Die ÖBB hatten im Zuge des RH-Berichts bereits auf "Belastungsspitzen" verwiesen und wollen Kritikpunkte "gezielt adressieren".
Die ÖBB haben im Vorjahr wie berichtet einen Passagierrekord erzielt. Es gab ein Plus von 1,4 Prozent gegenüber 2024 und damit 559 Millionen Fahrgäste. Der Nahverkehr auf Schiene stieg um 2 Prozent auf 301 Mio. Gäste, die Zahl der Bus-Passagiere blieb bei 211,5 Millionen stabil. Der Fernverkehr wuchs um 1,5 Prozent auf 47 Millionen Reisende. Offizielle Zahlen gibt es am 17. April.
phs/hel
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