APA - N A C H R I C H T E N Ü B E R B L I C K
Iran: Waffenruhe "nicht sinnvoll" - Straße von Hormuz zu
Teheran - Die Waffenruhe im Iran-Krieg ist schon am ersten Tag akut gefährdet. Nach den heftigen israelischen Angriffen auf den Libanon hat der Iran die Straße von Hormuz einem Fernsehbericht zufolge vollständig geschlossen. Parlamentspräsident Mohammad Bagher Qalibaf warf den USA am Mittwochabend vor, bereits drei zentrale Punkte des Zehn-Punkte-Plans verletzt zu haben. Ein bilateraler Waffenstillstand oder Verhandlungen seien unter diesen Umständen "nicht sinnvoll".
Neue Luftangriffe Israels im Libanon - Mehr als 100 Tote
Tel Aviv/Beirut - Israel hat seine heftigen Luftangriffe auf Ziele in der libanesischen Hauptstadt Beirut trotz einer Waffenruhe im Iran-Krieg fortgesetzt. Augenzeugen berichteten am Mittwochnachmittag, ein Gebäude in der Mittelmeerstadt sei zerstört worden. Es habe Opfer gegeben. Die israelische Armee teilte mit, in Beirut sei ein Kommandant der mit dem Iran verbündeten Schiitenmiliz Hisbollah angegriffen worden. Zuvor hatte es bei einem Großangriff mindestens 112 Tote gegeben.
Regierung richtet wegen Iran-Kriegs Koordinationsgremium ein
Wien - Aufgrund der Auswirkungen des Iran-Kriegs richtet die Bundesregierung ein neues Koordinationsgremium ein. Dieses soll täglich die Lage erheben, der Regierung Bericht erstatten und Handlungsoptionen vorschlagen. Die zwischen den USA und dem Iran vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe sei ein "wichtiger Schritt zur Deeskalation in einer angespannten Situation", sagte Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP). Dennoch sei es "gleichzeitig notwendig, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen".
Europäer und Kanada fordern rasches Ende des Iran-Kriegs
Berlin/London/Paris - Europäische Staaten und Kanada fordern, in den nächsten Tagen ein rasches und dauerhaftes Ende des Iran-Kriegs auszuhandeln. "Dies kann nur auf diplomatischem Wege erreicht werden", heißt es in dem Papier, das der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz mit mehreren Partnern am Mittwoch veröffentlichte. Hinter der Erklärung stehen auch der französische Präsident Emmanuel Macron, die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und der britische Premierminister Keir Starmer.
Ex-FPÖ-Justizminister Ofner verstorben
Wien/St. Pölten - Der frühere Justizminister Harald Ofner (FPÖ) ist am Mittwoch im Alter von 93 Jahren verstorben. Das teilte der niederösterreichische FPÖ-Landesparteiobmann Udo Landbauer in einer Aussendung mit. Ofner leitete in der Koalition mit der SPÖ von 1983 bis 1987 das Justizressort. Er kandidierte erfolglos gegen Norbert Steger als Parteiobmann und stellte sich auch gegen Jörg Haider. Dennoch fungierte er unter ersterem als Minister und unter letzterem als Justizsprecher.
Architekt gesteht acht Frauenmorde auf Long Island
New York - Rund 16 Jahre nach ungeklärten Leichenfunden auf der New Yorker Insel Long Island hat ein Architekt acht Morde gestanden. Der 62-Jährige bekannte sich am Mittwoch vor einem Gericht im Bundesstaat New York schuldig, zwischen 1993 und 2010 sieben Frauen entführt, gefoltert und getötet zu haben. Der "New York Times" zufolge gestand er zudem einen achten Mord, der ihm bisher nicht zur Last gelegt worden war.
Flugbegleiter der Lufthansa streiken am Freitag
Frankfurt/Schwechat - Die Flugbegleiter der AUA-Konzernmutter Lufthansa sind für diesen Freitag zu einem Streik aufgerufen. Der Ausstand ist von 00.01 Uhr bis 22.00 Uhr vorgesehen, wie die deutsche Gewerkschaft Ufo mitteilte. "Bestreikt werden alle Abflüge der Deutschen Lufthansa AG von den Flughäfen Frankfurt und München", hieß es. Das sind die Drehkreuze der Lufthansa, zahlreichen Fluggästen drohen damit Flugausfälle.
Wintersportler nach Lawinenabgang in Tirol ausgegraben
Kühtai - Bei einem Lawinenabgang im Tiroler Kühtai (Bezirk Imst) sind Mittwochnachmittag zwei Wintersportler erfasst worden. Eine Person wurde teilverschüttet, eine weitere Person wurde komplett unter den Schneemassen begraben und eine große Suchaktion wurde daraufhin eingeleitet, sagte Polizeisprecher Christian Viehweider zur APA. Nach mehr als zwei Stunden wurde die Person schließlich geborgen, über ihren Zustand war vorerst nichts bekannt.
Die Auswahl der Meldungen für diesen Nachrichtenüberblick erfolgte automatisch.
red