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Trump zur Iran-Einigung: Iran wird kein Uran mehr anreichern
Islamabad/Washington - US-Präsident Donald Trump zufolge wird der Iran nach der Einigung auf eine Waffenruhe kein Uran mehr anreichern. Zudem würden die USA und der Iran das verschüttete Uran ausgraben und entfernen, schrieb Trump auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social. Ländern, die den Iran mit Waffen beliefern, drohte Trump mit Strafzöllen von 50 Prozent. Mit der Waffenruhe beanspruchen beide Seiten den Sieg für sich, auch wenn die Hauptstreitpunkte ungelöst bleiben.
Iran droht mit Ausstieg aus der Waffenruhe
Teheran - Iran erwägt nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars, aus der vereinbarten zweiwöchige Feuerpause mit den USA auszusteigen. Hintergrund seien die anhaltenden israelischen Angriffe auf die Hisbollah im Libanon, berichtete Fars unter Berufung auf eine informierte Quelle. Die Hisbollah gilt als wichtigster Verbündeter des Iran in der Region. Zugleich drohte ein anonymer Militärvertreter Israel mit weiteren Angriffen, sollte die Offensive gegen die Hisbollah weitergehen.
Regierung richtet wegen Iran-Kriegs Koordinationsgremium ein
Wien - Aufgrund der Auswirkungen des Iran-Kriegs richtet die Bundesregierung ein neues Koordinationsgremium ein. Dieses soll täglich die Lage erheben, der Regierung Bericht erstatten und Handlungsoptionen vorschlagen. Die zwischen den USA und dem Iran vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe sei ein "wichtiger Schritt zur Deeskalation in einer angespannten Situation", sagte Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP). Dennoch sei es "gleichzeitig notwendig, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen".
Europäer und Kanada fordern rasches Ende des Iran-Kriegs
Berlin/London/Paris - Europäische Staaten und Kanada fordern, in den nächsten Tagen ein rasches und dauerhaftes Ende des Iran-Kriegs auszuhandeln. "Dies kann nur auf diplomatischem Wege erreicht werden", heißt es in dem Papier, das der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz mit mehreren Partnern am Mittwoch veröffentlichte. Hinter der Erklärung stehen auch der französische Präsident Emmanuel Macron, die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und der britische Premierminister Keir Starmer.
Dutzende Tote nach israelischem Großangriff im Libanon
Tel Aviv/Beirut - Ungeachtet der Waffenruhe im Iran-Krieg greift Israel den Libanon weiterhin massiv an. Die Armee berichtete am Nachmittag vom "größten koordinierten Angriff" seit dem Wiederaufflammen des Konflikts mit der Hisbollah Anfang März. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete Dutzende Tote und Hunderte Verletzte. Demnach sind noch Menschen unter Trümmern nach Angriffen verschüttet. Auch aus einem Krankenhaus hieß es, die Klinik behandle eine große Zahl von Opfern.
OLG kippt Diversion für Linzer Ex-Stadtchef Luger
Linz - Das Oberlandesgericht (OLG) Linz hat die Diversion für den Linzer Ex-Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) gekippt. Bereits "generalpräventive Belange" würden einer Diversion entgegenstehen, teilte das OLG Mittwochnachmittag in einer Aussendung mit. Es handle sich bei dem Angeklagten um einen "Amtsträger mit besonderer Verantwortung". Das Strafverfahren muss jetzt fortgesetzt werden.
Caritas und Volkshilfe warnen vor "Druck" bei Integration
Wien - Die Caritas sowie die Volkshilfe haben bezüglich der von der Bundesregierung geplanten verschärften Integrationsmaßnahmen, die auch die Sozialhilfe berühren sollen, vor "mehr Druck" gewarnt. Zwar befürworte man das Prinzip "Integration ab Tag 1", Sanktionen und Druck würden aber die Integration nicht verbessern. Dies würden die langjährige Erfahrung der Hilfsorganisationen und auch Studien zeigen, hieß es am Mittwoch in einem Hintergrundgespräch.
Handel mit Nacktbildern von Frauen auf Telegram aufgeflogen
Paris - Zehntausende Nacktbilder von Frauen sind nach Erkenntnissen von Experten ohne Zustimmung der Betroffenen auf der Onlineplattform Telegram getauscht und gehandelt worden. Wie die Aktivistengruppe AI Forensics am Mittwoch berichtete, stießen ihre Mitglieder bei einer sechswöchigen Untersuchung von spanischen und italienischen Chatgruppen auf fast 25.000 aktive Nutzer, die derartige Aufnahmen weiterverbreiteten, häufig gegen Bezahlung.
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red