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Devisen: Euro steigt nach Waffenruhe im Iran-Krieg zeitweise über 1,17 US-Dollar

Der Euro hat am Mittwoch nach der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA deutlich zugelegt. Er kletterte auch zeitweise über die Marke von 1,17 US-Dollar. Am Nachmittag notierte der Euro mit 1,1697 Dollar nur leicht unter seinem Tageshoch. Dies war rund einen Cent mehr als vor der Einigung auf eine Waffenruhe im Iran-Krieg. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1706 (Dienstag: 1,1557) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8542 (0,8652) Euro.

In der Nacht einigten sich der Iran und die Vereinigten Staaten unmittelbar vor dem Ende eines erneuten Ultimatums von US-Präsident Donald Trump auf eine Feuerpause. Irans Außenminister kündigte zugleich eine Öffnung der Straße von Hormus an. Mit Erleichterung reagierten die Finanzmärkte. Die Unsicherheit an den Märkten bleibt jedoch hoch. Nach Beginn der Waffenruhe mit den USA und Israel hat der Iran neue Explosionen am Persischen Golf gemeldet. Sie ereigneten sich an einer Raffinerie auf der Insel Lawan, wie die Nachrichtenagentur Mehr berichtete. Die Ursache war zunächst unbekannt.

Der Euro war zu Beginn des Iran-Kriegs stark unter Druck geraten. Nach den Angriffen Israels und der Vereinigten Staaten auf den Iran und dessen Gegenschlägen sackte der Euro von rund 1,18 auf fast 1,14 Dollar Mitte März ab, bevor er sich schrittweise erholte. Der Dollar hatte zu Beginn des Iran-Kriegs vor allem von der gestiegenen Unsicherheit an den Finanzmärkten profitiert.

Zum einen gilt der Dollar als sogenannter sicherer Hafen, da Investoren sich von risikoreichen Anlagen trennen und Dollar kaufen. Zudem sind die USA im Gegensatz zu den Ländern der Eurozone ein wichtiges Rohölförderland und auch Nettoexporteur. Auch wird Rohöl überwiegend in Dollar bezahlt. Die Ölpreise haben seit Beginn des Iran-Kriegs kräftig zugelegt, sodass der Dollar auch deswegen stärker nachgefragt war.

"An den Finanzmärkten ist Aufatmen angesagt", schrieb Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Mit dem Waffenstillstand bleibe vorerst eine weitere Eskalation aus. Vor allem die deutlich gefallenen Ölpreise lassen dem Experten zufolge Hoffnungen keimen, dass der Anstieg der Inflationsraten eine kurze Episode bleiben wird. Hohe Energiepreise dürften zwar die Realwirtschaft im ersten Halbjahr belasten. "Danach könnte die Weltkonjunktur auf ihren ursprünglichen Pfad zurückkehren", schreibt Gitzel.

Commerzbank-Devisenexperte Michael Pfister warnte aber: "Marktteilnehmer sollten aber auch nicht zu optimistisch sein." So seien viele Details der Vereinbarung noch ungeklärt. "Eskaliert die Situation wieder, dann dürften auch die heutigen Marktreaktionen wieder drehen."

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86893 (0,87258) britische Pfund, 185,13 (184,73) japanische Yen und 0,9223 (0,9242) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.782 Dollar. Das waren rund 75 Dollar mehr als am Vortag./jsl/he

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AXC0262 2026-04-08/16:32

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