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Grünen-Chefin Brantner wirft Trump 'Brandstiftung' vor

Grünen-Chefin Franziska Brantner sieht die USA unter Präsident Donald Trump nicht länger als Partner. Nach Trumps jüngster Rede zum Iran-Krieg wirft sie dem US-Präsidenten "Brandstiftung mit den Mitteln der Außenpolitik" vor.

"Wer offen davon fantasiert, ein Land "in die Steinzeit" zurück zu bomben, macht deutlich, dass er außerhalb einer verantwortungsvollen internationalen Ordnung steht", sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Gleichzeitig zeigt das Gepöbel der vergangenen Tage gegen Nato-Verbündete: Die USA unter Trump sind kein Partner mehr - sie sind ein Risikofaktor. Die transatlantische Partnerschaft wird von ihm nicht gepflegt, sondern mutwillig beschädigt."

Zwar bleibe die Nato ein zentraler Pfeiler der deutschen Verteidigung, so die Grünen-Chefin. "Aber wir müssen endlich die Fähigkeit entwickeln, im Zweifel eigenständig zu handeln. Eine echte europäische Verteidigungsunion ist dafür kein abstraktes Ziel mehr, sondern eine sicherheitspolitische Notwendigkeit." Wer jetzt noch zögere, trage Mitverantwortung für das, was folge.

Trump hatte in einer Fernsehansprache gesagt, die USA seien auf dem Weg, alle militärischen Ziele sehr bald zu erreichen. Zugleich kündigte er weitere heftige Angriffe an: "Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen. Wir werden sie zurück in die Steinzeit versetzen, wo sie hingehören." Zuvor hatte der US-Präsident Nato-Länder "Feiglinge" genannt und mit einem Austritt aus dem Bündnis gedroht./wn/DP/zb

AXC0019 2026-04-03/10:12

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