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Streit um Freistellungen während des Piloten-Streiks

Im Streit um Freistellungen gewerkschaftlich organisierter Lufthansa -Piloten hat die Vereinigung Cockpit (VC) internationale Rückendeckung erhalten. Der Präsident der Pilotenorganisation Ifalpa, Ron Hay, forderte Lufthansa-Chef Carsten Spohr auf, die VC-Vertreter wieder für ihre sicherheitsrelevanten Tätigkeiten in internationalen Flugsicherheits-Gremien freizustellen.

Lufthansa hatte nach der jüngsten Streikwelle der VC vor einigen Tagen eine entsprechende Vereinbarung aufgekündigt, weil die Regeln aus ihrer Sicht während des Arbeitskampfes missbraucht worden seien. Piloten hätten sich zu den Streiktagen freistellen lassen, um so weiter ihr Gehalt beziehen zu können, lautete der Vorwurf.

Flugsicherheit in Gefahr?

Mit der Kündigung nehme Lufthansa bewusst in Kauf, dass die Arbeit im Bereich Flugsicherheit in Mitleidenschaft gezogen werde, kritisierte VC-Präsident Andreas Pinheiro. In diesem Bereich engagierten sich mehr als sechsmal so viele Pilotinnen und Piloten wie in der Tarifarbeit. Lufthansa stelle sich gegen das internationale Verständnis, dass die Airlines die Sicherheitsarbeit der Berufsverbände unterstützten.

Man werde auch in Zukunft Cockpitmitarbeiter für ehrenamtliche Gewerkschaftsaufgaben freistellen, erklärte hingegen ein Sprecher des Unternehmens. Lufthansa ermögliche ausdrücklich ehrenamtliche Engagements wie die Teilnahme an Flight Safety Arbeitsgruppen, Pflege internationaler Beziehungen, politische Arbeit und VC-Vorstandstätigkeiten. Die Vereinbarung sei wegen Missbrauchs der Freistellungen während des Arbeitskampfes gekündigt worden./ceb/DP/nas

 ISIN  DE0008232125

AXC0177 2026-04-02/14:33

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