dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 31.03.2026 - 15.15 Uhr
ROUNDUP 2: Lebensmittel-Deal zwischen Unilever und McCormick steht
LONDON - Der Konsumgüterkonzern Unilever verkauft den
Großteil seines Lebensmittelgeschäfts an den US-Gewürzhersteller
McCormick & Co . Die Transaktion bewerte den
Unternehmensteil mit 44,8 Milliarden US-Dollar, teilte Unilever am
Dienstagmittag in London mit. Der britisch-niederländische Konzern
erhält für den Verkauf 15,7 Milliarden Dollar (13,7 Mrd Euro) in
bar, sowie eine Kombination aus stimmberechtigten und
stimmrechtslosen McCormick-Papieren in Wert von 29,1 Milliarden
Dollar. In der Folge hält Unilever 65 Prozent an dem fusionierten
Unternehmen.
LONDON - Der britische Konsumgütergigant Unilever hat
einen vorübergehenden Einstellungsstopp verhängt. Hintergrund sei
das "unsichere Umfeld", teilte ein Konzernsprecher der Deutschen
Presse-Agentur mit. "Wir bleiben ein agiles Unternehmen und werden
unsere Pläne bei Bedarf stets anpassen." Der Konzern, der auch in
Deutschland Produktionsstandorte unterhält, ist wie etliche
Konkurrenten von der durch den Iran-Krieg ausgelösten Handelskrise
betroffen.
'FT': Bei UBS-Kapitaldebatte signalisieren Parlamentarier Kompromiss
ZÜRICH - Die UBS kann laut einem Medienbericht auf
politische Unterstützung bei den Plänen rund um schärfere
Kapitalvorschriften für die Großbank hoffen. Führende Parlamentarier
hätten versichert, dass sie einen Kompromiss zu den Plänen des
Bundesrats vorschlagen würden, schreibt die "Financial Times" (FT)
unter Berufung auf Insider.
ROUNDUP: Regulierung und Kosten könnten Energiekontor ausbremsen -
Kursplus
BREMEN - Der Entwickler und Betreiber von Wind- und Solarparks
Energiekontor ringt weiter mit Unsicherheiten in der
Projektumsetzung. Der wirtschaftliche Druck auf einzelne Projekte
nehme zu, teilte das Unternehmen am Dienstag in Bremen mit. Schon
2025 bekam Energiekontor etwa die begrenzte Verfügbarkeiten von
Anlagen und Infrastruktur zu spüren, sowie Verzögerungen bei
Netzanschlussbestätigungen und Ausschreibungsprozessen. Diese
beeinflussten die zeitliche Planbarkeit von Projektverkäufen und
verzögerten sie. Trotz dieser Widrigkeiten stieg der Gewinn und
Aktionäre sollen mehr Dividende erhalten. Die Aktie legte zu.
ROUNDUP: Friedrich Vorwerk will Dividende erhöhen - MBB zeigt sich
vorsichtig
TOSTEDT - Der Pipeline- und Anlagenbauer Friedrich Vorwerk
will nach einem kräftigen Gewinnplus im vergangenen
Jahr deutlich mehr an seine Aktionäre ausschütten. Die Dividende für
2025 soll insgesamt 1,10 Euro je Aktie betragen, teilte das
Unternehmen am Dienstag in Tostedt mit. Ein Jahr zuvor hatte
Friedrich Vorwerk 30 Cent ausgeschüttet. 2025 legte der Nettogewinn
um gut 140 Prozent auf 86,5 Millionen Euro zu. Im laufenden Jahr
peilt die Führungsspitze weitere Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis
an. Der Konzern, der Anlagen für Erdgas-, Strom- und
Wasserstoffanwendungen baut, hatte bereits Ende Januar Eckdaten
vorgelegt.
ROUNDUP: Norma erwartet kaum Wachstum in tristem Umfeld - Aktie
verliert
MAINTAL - Der Verbindungstechnikhersteller und Autozulieferer Norma
Group hat sich für 2025 vorsichtige Wachstumsziele
gesetzt. So peilt das Unternehmen ein Umsatzplus von bis zu zwei
Prozent an, der Erlös könnte im schlechten Fall aber auch
stagnieren, wie das im SDax notierte Unternehmen am
Dienstag in Maintal mitteilte. Analysten hatten mit einem Wachstum
im mittleren einstelligen Prozentbereich gerechnet. Das Unternehmen
kappt zudem nach einem noch tieferen Rutsch in die roten Zahlen die
Dividende und trennt sich von Finanzchefin Annette Stieve. Die Aktie
gab nach.
IPO: Gehäusehersteller Electrovac will an die Börse
SALZWEG - Der Mittelständler Electrovac strebt an die Börse. Bei dem
geplanten Börsengang werde ein Nettoerlös aus neu ausgegebenen
Aktien in Höhe von rund 30 Millionen Euro angestrebt, teilte das
Unternehmen am Dienstag im niederbayerischen Salzweg mit. Der
geplante Börsengang werde sowohl neue als auch bestehende Aktien
umfassen. Electrovac will sie in Deutschland öffentlich sowie
international bei Privatinvestoren platzieren. Drei langjährige
Hauptinvestoren sollen auch nach dem Sprung aufs Parkett die
Mehrheit halten. Die Zulassung der Aktien zum Handel im regulierten
Markt soll voraussichtlich im zweiten Quartal erfolgen.
ROUNDUP: Arzneihersteller Dermapharm will Umsatz steigern - Aktie
gibt nach
GRÜNWALD - Der Pharmahersteller Dermapharm will nach
einem Umsatzrückgang im vergangenen Jahr wieder wachsen. So soll der
Konzernumsatz bei 1,182 bis 1,218 Milliarden Euro liegen, wie das im
SDax gelistete Unternehmen am Dienstag in Grünwald
mitteilte. Analysten hatten hier etwas mehr erwartet. Das bereinigte
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll bei
331 bis 341 Millionen Euro liegen.