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ROUNDUP: Norma erwartet kaum Wachstum in tristem Umfeld - Aktie verliert

Der Verbindungstechnikhersteller und Autozulieferer Norma Group hat sich für 2025 vorsichtige Wachstumsziele gesetzt. So peilt das Unternehmen ein Umsatzplus von bis zu zwei Prozent an, der Erlös könnte im schlechten Fall aber auch stagnieren, wie das im SDax notierte Unternehmen am Dienstag in Maintal mitteilte. Analysten hatten mit einem Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich gerechnet. Das Unternehmen kappt zudem nach einem noch tieferen Rutsch in die roten Zahlen die Dividende und trennt sich von Finanzchefin Annette Stieve. Die Aktie gab nach.

Das Papier verlor nach Handelsbeginn 2,7 Prozent auf 16,64 Euro. Der Ausblick auf 2026 sei ein bisschen vorsichtig geraten, schrieb Analyst Klaus Ringel von der Bank Oddo BHF. Seit Jahresbeginn hat die Aktie ein Plus von 15 Prozent vorzuweisen. Auf Sicht der vergangenen zwölf Monate steht nahezu ein Anstieg von einem Drittel zu Buche.

Norma kämpft mit einem schwachen Marktumfeld. 2025 ging der Erlös wie bereits bekannt um fast sieben Prozent auf knapp 822 Millionen Euro zurück. Hauptursachen waren geringere Abrufe von Fahrzeugherstellern sowie eine verhaltene Nachfrage in Teilen des Industriegeschäfts. Norma richtet sich mit dem erfolgten Verkauf des Wassermanagements künftig auf diese Bereiche aus. In diesem und den Folgejahren liege der Fokus auf dem Umbau, der Verbesserung des Produktionsnetzwerks sowie einer Stärkung des Vertriebs, hieß es nun.

Große Sprünge sind zunächst nicht zu erwarten. Die um Sondereffekte bereinigte Ergebnismarge vor Zinsen und Steuern dürfte den Plänen zufolge 2026 bei 2 bis 4 Prozent landen. Experten gingen von einem Wert in der oberen Hälfte der Spanne aus. 2025 fiel die operative Marge wie bereits bekannt um fast 3 Prozentpunkte auf 0,8 Prozent.

"2026 steht für uns im Zeichen des Resets in einem weiterhin herausfordernden Umfeld", sagte Unternehmenschefin Birgit Seeger laut Mitteilung. "Dennoch trauen wir uns im laufenden Geschäftsjahr bei einem moderaten Umsatzwachstum eine deutliche Verbesserung der Profitabilität zu."

Nach dem Verkauf des Wassermanagementgeschäfts und einem abgeschlossenen Aktienrückkauf über knapp 53 Millionen Euro will Norma eine Kapitalherabsetzung mit Einziehung von Aktien durchführen. So sollen zusammen mit dem Rückkauf bis zu 260 Millionen Euro aus dem Nettomittelzufluss durch den Verkauf an die Anteilseigner zurückgeführt werden. Das hatte der Konzern auch so in Aussicht gestellt. Einen weiteren Teil des Verkaufserlöses hat das Unternehmen inzwischen zum Schuldenabbau verwendet, bilanziell sei das Unternehmen damit netto schuldenfrei.

Das Unternehmen gab zudem bekannt, dass die bisherige Finanzchefin Stieve ihr Amt abgibt. Kommissarisch übernimmt der Manager Okan Celiker. Stieve habe sich "im besten gegenseitigen Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat darauf geeinigt", den Posten abzugeben. Celiker ist den Angaben zufolge seit vielen Jahren in verschiedenen Managementpositionen bei Norma tätig. Für die dauerhafte Besetzung des Postens werde einen Suchprozess durchgeführt.

Der Nettoverlust weitete sich 2025 unter anderem wegen bekannter Wertberichtigungen im Europageschäft von knapp 15 Millionen Euro auf mehr als 108 Millionen Euro aus. Die Dividende soll von 40 Cent je Aktie auf 14 Cent je Aktie sinken./men/mne/jha/

 ISIN  DE000A1H8BV3

AXC0153 2026-03-31/10:15

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