ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Freundliche Tendenz zum Monatsende
Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag seine
Vortageserholung gebremst fortgesetzt. Der Dax
notierte im frühen Handel 0,3 Prozent im Plus bei 22.637 Punkten.
Dennoch deutet sich für den deutschen Leitindex im März wegen des
Iran-Krieges ein Verlust von rund zehn Prozent an.
Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Werten stieg
am Dienstagvormittag um 0,3 Prozent auf 27.883 Zähler. Für den
Eurozonen-Leitindex EuroStoxx ging es ebenfalls um
0,3 Prozent nach oben.
In Asien zeigten die wichtigsten Börsen hingegen wieder Schwäche -
allen voran der Handel in Südkorea. Die Ölpreise bleiben auf einem
hohen Niveau, da der Iran auch einen Monat nach Beginn der
amerikanisch-israelischen Angriffe den Beschuss benachbarter
Golfstaaten mit ballistischen Raketen und Drohnen fortsetzt. Zudem
wurde vor der Küste von Dubai ein kuwaitischer Öltanker getroffen.
Ein Fass der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete
zuletzt gut 107 US-Dollar.
In Verbindung mit den anziehenden Öl- und Gaspreisen dürften die
Inflationsdaten der Eurozone in den Mittelpunkt rücken. Der
Anlagestratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank rechnet ähnlich
wie schon am Vortag in Deutschland damit, dass die Inflation im
Euroraum einen kräftigen Sprung von 1,9 auf 2,6 Prozent macht.
Wichtig ist dies für die Erwartungen an die Geldpolitik, denn laut
Stephan werden bis zum Jahresende rund drei Zinserhöhungen für die
Eurozone eingepreist.
Die Aktien von Redcare Pharmacy knüpften an ihre tags
zuvor schwungvoll eingeleitete Erholung an und stiegen an der
MDax-Spitze um weitere 4,7 Prozent. Das Bankhaus Metzler begründete
die Erholung der Titel der Online-Apotheke mit Reformvorschlägen für
das deutsche Krankenkassen-System.
Die Papiere der Norma Group fielen nach einem
verhaltenen Ausblick des Autozulieferers auf 2026 um 1,8 Prozent. In
den vergangenen fünf Handelstagen hatten sie aber um fast 14 Prozent
zugelegt. Der Verbindungstechnikhersteller setzte sich für das
laufende Jahr vorsichtige Wachstumsziele. Die Dividende soll von 40
auf 14 Cent je Aktie sinken. Die vorläufigen Zahlen für 2025
bestätigte das Unternehmen.
Für die Anteilsscheine von Friedrich Vorwerk ging es
nach den Jahreszahlen des Pipeline-Herstellers um 2,6 Prozent
aufwärts. Gut kam bei Anlegern wohl der Ausblick auf das laufende
Jahr an. Laut einem Händler liegt der Mittelwert der Zielspanne für
das operative Ergebnis (Ebitda) über der durchschnittlichen
Markterwartung.
Der Pharmahersteller Dermapharm will nach einem
Erlösrückgang im vergangenen Jahr wieder wachsen. An die Aktionäre
soll eine um zwei Cent niedrigere Dividende von 88 Cent je Aktie
ausgeschüttet werden. Die Dermapharm-Titel büßten 4,0 Prozent ein.
Die Aktien von Südzucker setzten ihre Kursrally fort
und gewannen an der SDax-Spitze weitere 8,2 Prozent. Am Montag waren
sie wegen steigender Preise bereits um 16 Prozent nach oben
gesprungen. Nun stützte die Hochstufung der Papiere durch die
britische Bank Barclays gleich um zwei Schritte von "Underweight"
auf "Overweight". Zudem wurde das Kursziel von 9 auf 15 Euro
angehoben./edh/jha/