Devisen: Euro wenig verändert - Unsicherheit rund um Iran-Krieg bleibt hoch
Der Kurs des Euro
Am Devisenmarkt fiel die Reaktion auf die erneute Verlängerung eines Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an den Iran verhalten aus. Nach Einschätzung von Analysten der Dekabank bleibt die Unsicherheit an den Märkten weiter bestehen. Sie werde durch die jüngsten Entscheidungen der US-Regierung "nur eben verlängert".
Die gestiegene Inflation in Spanien im März bewegte den Devisenmarkt kaum. Allerdings war der Anstieg auch weniger deutlich als erwartet. Mit 3,3 Prozent liegt die Jahresinflationsrate nun aber deutlich über dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von mittelfristig zwei Prozent für die ganze Eurozone.
Der Euro ist seit Beginn des Kriegs merklich unter Druck geraten. Ende Februar hatte der Euro noch rund 1,18 Dollar gekostet. "Erst nach einem Ende des Kriegs dürfte der Wechselkurs zu den Niveaus von vor dem Krieg zurückkehren", erwartet Commerzbank-Volkswirt Michael Pfister. "Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Die Wirtschaft im Euroraum war ohnehin in einer schwierigeren Situation als die aus den USA, und die höhere Energieabhängigkeit dürfte diesen Unterschied noch einmal verstärken, zumindest so lange der Krieg dauert." In ihrer Prognose geht die Commerzbank davon aus, dass der Krieg bis Ende Mai weiter geht. Danach dürfte sich der Euro laut Commerzbank langsamer als bisher erwartet erholen.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86720 (0,86515) britische Pfund, 184,16 (184,19) japanische Yen und 0,9178 (0,9151) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.529 Dollar. Das waren rund 151 Dollar mehr als am Vortag./jsl/jha/
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AXC0271 2026-03-27/16:51