Walter Riester kritisiert neue Altersvorsorge
Der Namensgeber der Riester-Rente, der frühere SPD-Arbeitsminister Walter Riester, kritisiert die neue Altersvorsorge der schwarz-roten Bundesregierung. Die Koalition hätte die Einzahlung verpflichtend machen sollen, sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".
"Eine obligatorische private Altersvorsorge würde die Vertriebskosten senken", sagte der 82-Jährige, der seit Jahren politisch nicht mehr aktiv ist. Außerdem konkurriere Sparen fürs Alter mit aktuellen Konsumwünschen und Verpflichtungen. Ohne privates Sparen drohe einigen aber die Altersarmut, da die gesetzliche Rente für sie nicht ausreiche. Ähnliche Kritik hatten auch die Grünen geäußert. Sie schlugen einen staatlichen Vorsorgefonds vor, in den alle Bürger automatisch einzahlen, wenn sie ihn nicht aktiv abwählen.
Riester hatte als Arbeitsminister 2001/2002 das heute nach ihm benannte System der privaten Altersvorsorge mit staatlicher Förderung ausgearbeitet. Im Interview kritisierte er auch den Verzicht auf eine verpflichtende Beitragsgarantie. In der Ansparphase dürfe den Sparern kein Geld verloren gehen, warnte er. Bei der Riester-Rente ist geregelt, dass 100 Prozent der eingezahlten Beiträge garantiert auch ausgezahlt werden müssen. Das wird mit für die niedrigen Renditen vieler Verträge verantwortlich gemacht./tam/DP/stw
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AXC0234 2026-03-27/15:15
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