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Deutsche Anleihen: Kursverluste - 10-Jahresrendite auf höchstem Stand seit 2011

Die Kurse deutscher Bundesanleihen sind am Freitag erneut gefallen. Stark gestiegene Ölpreise belasteten weiterhin die Anleihekurse. Der richtungweisende Euro-Bund-Future fiel um 0,43 Prozent auf 124,34 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 3,12 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2011. Auch in den anderen Ländern der Eurozone legten die Renditen zu.

Die erneut gestiegenen Rohölpreise heizten Inflationssorgen an und die Erwartung, dass die Europäische Zentralbank (EZB) bald die Leitzinsen erhöhen könnte. Ein Ende des Iran-Kriegs ist nicht in Sicht. US-Präsident Donald Trump hat sein Ultimatum zum Einlenken der iranischen Führung im Krieg noch einmal verschoben. Die Frist zur Freigabe der Straße von Hormus werde auf Bitte des Irans verlängert, bis zum 6. April (US-Ortszeit) werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, kündigte Trump unter Verweis auf "sehr gute" Gespräche an. Allerdings hatte die Führung in Teheran zuvor schon erklärt, dass sie sich ohnehin keinem Ultimatum zu beugen gedenke.

"Der verschärfte Ton zwischen den USA und dem Iran, untermauert mit weiteren Angriffen, hatte gestern die Risikoaversion weiter angeschoben", schreiben Experten der Dekabank. "Kommentare von EZB-Präsidentin Christine Lagarde waren für die Stimmung wenig aufbauend." Sie sagte, dass der Energieschock möglicherweise jenseits der bisherigen Vorstellungen ausfalle und die Märkte die Lage zu optimistisch einschätzen könnten. Es könne Jahre dauern, bis die Infrastruktur im Nahen Osten wiederhergestellt sei.

Inflationsdaten aus Spanien bewegten den Anleihemarkt kaum. Allerdings war der Anstieg weniger deutlich als erwartet. Mit 3,3 Prozent liegt die Jahresinflationsrate aber jetzt deutlich über dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB)./jsl/jkr

AXC0118 2026-03-27/10:44

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