Österreichische Staatsanleihen im Späthandel mit Abschlägen / Rendite der zehnjährigen Benchmark-Anleihe um 11 Basispunkte auf 3,39 Prozent gestiegen
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Donnerstagnachmittag mit Kursverlusten gezeigt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe ist um 11 Basispunkte auf 3,39 Prozent gestiegen. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 35 Basispunkte. Der Euro-Bund-Future fiel um 0,65 Prozent auf 125,08 Punkte.
Die Schlagzeilen zum Nahost-Krieg beeinflussen die Finanzmärkte und sorgen für ein Wechselbad der Gefühle, schrieben die Analysten von Helaba in ihrem Tageskommentar. Mit den Nachrichten schwanken auch die Zinserwartungen bezüglich der EZB. Mehrheitlich wird mit einer Erhöhung im April gerechnet, aber vollständig eingepreist ist dies nicht und auch nicht ein zweiter Zinsschritt per Juni, hieß es weiter von den Experten.
Der Krieg im Nahen Osten wirkt sich auch zunehmend auf die Konjunkturdaten aus. So hat sich das Verbrauchervertrauen in Deutschland zuletzt stärker als erwartet eingetrübt. "Die Verbraucher erwarten, dass die Inflation durch die gestiegenen Energiepreise wieder anzieht, und die wirtschaftliche Erholung erneut gebremst wird", sagte NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl.
Die veröffentlichten US-Arbeitsmarktnachrichten gaben in Europa keine Handelsimpulse. In den USA haben mehr Menschen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt. Die Hilfsanträge legten in der vergangenen Woche um 5.000 auf 210.000 zu. Volkswirte hatten im Schnitt mit diesem Anstieg gerechnet.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,74 2,68 0,06 7 5 Jahre 3,00 2,92 0,08 23 10 Jahre 3,39 3,29 0,11 35 30 Jahre 3,81 3,73 0,08 32
ste/spa