EQS-News: JOST steigert bereinigtes Ergebnis 2025 aus fortgeführten Geschäftsbereichen und schlägt eine Dividende von 1,50 EUR je Aktie vor (deutsch)
JOST steigert bereinigtes Ergebnis 2025 aus fortgeführten Geschäftsbereichen und schlägt eine Dividende von 1,50 EUR je Aktie vor
EQS-News: JOST Werke SE / Schlagwort(e): Jahresergebnis/Prognose JOST steigert bereinigtes Ergebnis 2025 aus fortgeführten Geschäftsbereichen und schlägt eine Dividende von 1,50 EUR je Aktie vor
26.03.2026 / 08:00 CET/CEST Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
JOST steigert bereinigtes Ergebnis 2025 aus fortgeführten Geschäftsbereichen und schlägt eine Dividende von 1,50 EUR je Aktie vor
* JOST bestätigt vorläufige Ergebnisse: Prognose für Umsatz- und Ergebniswachstum sowie sämtliche finanziellen Ziele im Geschäftsjahr 2025 klar erreicht.
* Bereinigtes Ergebnis nach Steuern steigt: Bereinigtes Ergebnis nach Steuern wächst um 12,1 % auf 83,5 Mio. EUR (2024: 74,5 Mio. EUR).
* Bereinigtes Ergebnis je Aktie erhöht: Bereinigtes Ergebnis je Aktie steigt um 10,5 % auf 5,52 EUR (2024: 5,00 EUR)
* Dividendenvorschlag: Dividendenausschüttung um 10,0 % auf 24,6 Mio. EUR erhöht (2024: 22,4 Mio. EUR). Dividendenvorschlag stabil bei 1,50 EUR je Aktie (2024: 1,50 EUR).
* JOST prognostiziert für das Jahr 2026 weiteres profitables Wachstum: Konzernumsatz soll 2026 im einstelligen Prozentbereich gegenüber 2025 steigen (2025: 1.534,2 Mio. EUR). Das bereinigte EBIT soll überproportional zum Umsatz im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich gegenüber 2025 steigen. Die bereinigte EBIT-Marge soll 2026, unterstützt durch weitere Synergien aus der Hyva-Integration, über dem Vorjahr liegen (2025: 9,5 %).
Neu-Isenburg, 26. März 2026. Die JOST Werke SE ("JOST"), einer der weltweit führenden Hersteller und Lieferanten von sicherheitsrelevanten und anwendungskritischen Systemen für die On- und Off-Highway Nutzfahrzeugindustrie, bestätigt heute im Rahmen der Bilanzvorlage die am 19. Februar 2026 veröffentlichten vorläufigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025.
Joachim Dürr, Vorstandsvorsitzender der JOST Werke SE, sagt: "2025 war ein außergewöhnlich volatiles Jahr, das wir trotz vieler weltwirtschaftlicher Herausforderungen erfolgreich abgeschlossen haben. Obwohl das Marktumfeld schwierig blieb, konnten wir die Integration von Hyva und die geplante Abspaltung des Cranes-Geschäfts konsequent und zügig umsetzen und viele der identifizierten Synergien früher als erwartet realisieren. Die Welt um uns herum zeigt, dass Volatilität und Unsicherheit der neue Normalzustand geworden sind. Die notwendige Stärke und Resilienz zu besitzen, in einem solchen Umfeld schnell und erfolgreich zu agieren, ist ein wichtiger Wettbewerbsvorteil. Die Übernahme von Hyva war ein bedeutender Meilenstein für unsere Strategie AMBITION 2030. Jetzt geht es darum, dieses Potenzial konsequent umzusetzen und unsere Wachstumsstrategie im Jahr 2026 weitervoranzutreiben."
Prognose für Umsatz- und Ergebnissteigerung im Geschäftsjahr 2025 erreicht
JOST konnte den Konzernumsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen im Geschäftsjahr 2025 um 43,5 % auf 1.534,2 Mio. EUR steigern (prognostiziertes Umsatzwachstum: 40 % bis 50 % vs. 2024: 1.069,4 Mio. EUR). Darin enthalten sind Übernahmeeffekte aus der Konsolidierung der fortgeführten Geschäftsbereiche der Hyva Gruppe von Februar bis Dezember 2025 in Höhe von 468,0 Mio. EUR. Gegenläufig haben negative Währungseffekte das Wachstum um 2,0 Prozentpunkte gemindert. Bereinigt um Übernahme- und Währungseffekte konnte JOST trotz des herausfordernden Marktumfelds den organischen Konzernumsatz im Jahr 2025 um 1,7 % gegenüber dem Vorjahr erhöhen.
Das bereinigte EBITDA aus fortgeführten Geschäftsbereichen stieg im Jahr 2025 um 29,1% auf 191,2 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (prognostizierter EBITDA-Wachstumskorridor: 23 % bis 28 % vs. 2024: 148,1 Mio. EUR). Das bereinigte EBIT aus fortgeführten Geschäftsbereichen wuchs um 28,6 % auf 145,2 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (prognostizierter EBIT-Wachstumskorridor: 23 % bis 28 % vs. 2024: 113,0 Mio. EUR). Damit hat JOST die Prognose für das Jahr 2025 erreicht bzw. leicht übertroffen. Die bereinigte EBIT-Marge belief sich im Jahr 2025 auf 9,5 % (2024: 10,6 %). JOST konnte eine stetige Steigerung der Hyva-Profitabilität im Laufe des Jahres erzielen, die mit dem Hochlauf der ersten Synergien aus der Integration zusammenhängt; so hat Hyva im Geschäftsjahr 2025 eine bereinigte EBIT-Marge von mehr als 8,5 % erwirtschaftet (2024, vor der Übernahme: 5,6 %).
Ergebnis nach Steuern
Das Finanzergebnis hat sich 2025 um 32,0 Mio. EUR auf -36,0 Mio. EUR stark reduziert (2024: -4,0 Mio. EUR). Ein wesentlicher Grund dafür war ein nichtwiederkehrender positiver Sondereffekt im Vorjahr in Höhe von 14,3 Mio. EUR im Zusammenhang mit der sehr guten Entwicklung der US-Dollar-Derivate, die für die Sicherung des Kaufpreises von Hyva im Oktober 2024 abgeschlossen wurden. Ein weiterer Grund für die Reduktion des Finanzergebnisses 2025 ist der um 14,3 Mio. EUR gestiegene Zinsaufwand, insbesondere aufgrund der gestiegenen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Banken und Kreditinstituten für die Finanzierung der Hyva-Übernahme. Ferner hat die bereits angekündigte Aufwertung einer Put-Option, die zusammen mit der Hyva Gruppe übernommen wurde, das Finanzergebnis reduziert. Die Verpflichtung betrifft die Übernahme der verbleibenden 25% Minderheitsanteile des Recycling-Geschäfts der Hyva Gruppe in Südamerika. Das Geschäft entwickelte sich im Jahr 2025 besser als ursprünglich angenommen.
Auch die Ertragsteueraufwendungen sind im Jahr 2025, beeinflusst durch die Hyva-Konsolidierung, stark gestiegen. Ein weiterer Grund für den Anstieg ist ein einmaliger, nicht-liquiditätswirksamer latenter Steueraufwand in Höhe von 12,3 Mio. EUR, der im Wesentlichen auf geplante Restrukturierungsmaßnahmen in EMEA zur Sicherung der nachhaltigen Profitabilität in der Region zurückzuführen ist. Insgesamt stiegen die Ertragsteueraufwendungen im Jahr 2025 auf 29,3 Mio. EUR (2024: 10,3 Mio. EUR).
Als Resultat des gestiegenen Finanz- und Steueraufwands belief sich das Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen im Geschäftsjahr 2025 auf 9,4 Mio. EUR (2024: 52,6 Mio. EUR).
Bereinigt um die Sondereffekte ist das Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen im Geschäftsjahr 2025 um 12,1 % auf 83,5 Mio. EUR gestiegen (2024: 74,5 Mio. EUR). Davon entfallen 82,3 Mio. EUR auf die Aktionäre der JOST Werke SE. Bei der zum Bilanzstichtag geltenden Anzahl von Aktien von 14,9 Millionen entspricht dies einem Anstieg des bereinigten Ergebnisses je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen um 10,5 % auf 5,52 EUR (2024: 5,00 EUR).
Dividendenvorschlag
Der Vorstand und Aufsichtsrat haben beschlossen, für das Geschäftsjahr 2025 die Dividendenausschüttung um 10,0 % auf 24,6 Mio. EUR zu erhöhen (2024: 22,4 Mio. EUR). Damit möchte JOST die Aktionäre am erfolgreichen Geschäftsjahr 2025 partizipieren lassen, denn das auf die Aktionäre der JOST Werke SE entfallende bereinigte Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen stieg im Geschäftsjahr 2025 um 10,5 %. Dadurch bleibt die Ausschüttungsquote für das Geschäftsjahr 2025 mit 30 % stabil am oberen Ende des angekündigten Ausschüttungskorridors (2024: 30 %). Bei der aktuell geltenden Anzahl von 16,39 Millionen dividendenberechtigten Aktien entspricht dies einem Dividendenvorschlag von 1,50 EUR je Aktie (2024: 1,50 EUR).
Robuste Finanzlage und starke Bilanz bilden eine sehr gute Basis für weiteres Wachstum
Der Free Cashflow ist im Jahr 2025 um 6,0 % auf +126,4 Mio. EUR gestiegen und erreichte damit ein neues Rekordniveau (2024: +119,2 Mio. EUR). Die Cash Conversion Rate (Verhältnis von Free Cashflow zum bereinigten Ergebnis nach Steuern) belief sich auf 1,5 (2024: 1,6) und liegt weiterhin deutlich über dem strategischen Ziel von 1,0.
Geprägt durch die Erstkonsolidierung von Hyva und korrespondierend mit dem Umsatzanstieg erhöhte sich das Working Capital im Geschäftsjahr 2025 um 42,0 % 233,1 Mio. EUR (2024: 164,2 Mio. EUR). Das Verhältnis von Working Capital zum Umsatz der letzten zwölf Monate verbesserte sich dabei auf 14,8 % (2024: 15,3 %) und liegt erneut deutlich unter der angestrebten Zielmarke von 18,5 %.
Überwiegend beeinflusst durch die Fremdfinanzierung der Hyva-Übernahme stieg die Nettoverschuldung (ohne IFRS 16 Verbindlichkeiten) zum 31. Dezember 2025 um 304,1 Mio. EUR auf 441,6 Mio. EUR (31. Dezember 2024: 137,5 Mio. EUR). Dadurch erhöhte sich die Leverage-Ratio (Verhältnis zwischen Nettoverschuldung und bereinigtem EBITDA) auf 2,27x (31. Dezember 2024: 0,93x). JOST hat damit das Ziel klar erreicht, die Leverage-Ratio nach der Übernahme von Hyva zügig wieder unter die Marke von 2,5x EBITDA zu reduzieren.
Oliver Gantzert, Finanzvorstand der JOST Werke SE, sagt: "2026 wird ein Jahr sein, in dem wir unsere Anpassungsfähigkeit und Resilienz erneut unter Beweis stellen müssen. Wir werden kontinuierlich an der Realisierung der verbleibenden Synergien aus der Hyva-Übernahme arbeiten, um unsere Profitabilität weiter zu verbessern. Unser Ziel bleibt es, den Unternehmenswert und das bereinigte Ergebnis je Aktie für unsere Anteilseigner weiter nachhaltig zu steigern und konsequent auf unsere Finanzziele AMBITION 2030 hinzuarbeiten."
JOST setzt sich neue CO2-Reduktionsziele pro Produktionsstunde bis zum Jahr 2035
JOST konnte bereits im Vorjahr sein langfristiges Ziel, den CO2-Ausstoß pro Produktionsstunde (Scope 1 & 2) gegenüber dem Basisjahr 2020 zu halbieren, sechs Jahre früher als erwartet erreichen. Das haben wir als Ansporn genommen, um uns nun zusammen mit Hyva neue Reduktionsziele für den CO2-Ausstoß zu setzen. JOST will bis zum Jahr 2035 den CO2-Ausstoß pro Produktionsstunde (Scope 1 & 2) um weitere 50 % gegenüber 2025 senken. Damit möchte JOST die Produktion noch nachhaltiger gestalten und die Kunden auf ihrem Weg zur Klimaneutralität unterstützen.
Durch die Integration von Hyva hat sich die CO2-Bilanz des Konzerns im Jahr 2025 verändert. So stiegen die gesamten Brutto-Treibhausgasemissionen (Scope 1 & 2) im Jahr 2025 um 55,4 % auf 38.487 t COe, (2024: 24.758 t COe). Bereinigt um den Übernahmeeffekt konnte JOST die absoluten Emissionen (Scope 1 & 2) im Jahr 2025 um 0,5 % gegenüber dem Vorjahr reduzieren. Der CO2-Ausstoß pro Produktionsstunde (Scope 1 & 2) des Konzerns stieg um 5,5 % auf 2,76 kg COe (2024: 2,62 kg COe pro Produktionsstunde). Dieser Wert bildet die neue Basis, auf der sich das neue Reduktionsziel von JOST bis zum Jahr 2035 bezieht.
Ausblick 2026
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet JOST, dass der Konzernumsatz im einstelligen Prozentbereich gegenüber 2025 steigen wird (2025: 1.534,2 Mio. EUR). Das bereinigte EBIT 2026 soll dabei stärker als der Umsatz im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr wachsen. Aus diesem Grund wird die bereinigte EBIT-Marge 2026, unterstützt durch die Realisierung weiterer Synergien aus der Hyva-Integration, über dem Vorjahr liegen (2025: 9,5 %).
Zu beachten ist dabei, dass der aktuelle Iran-Konflikt die Unsicherheit hinsichtlich der globalen konjunkturellen Aussichten erhöht, insbesondere aufgrund des Risikos anhaltend höherer Energiepreise. Die potenziellen indirekten Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, die globalen Lieferketten und damit auf JOST lassen sich derzeit nicht beziffern. Es besteht somit das Risiko, dass sich die Wirtschaftsdynamik im Laufe 2026 abschwächt und dass die Lieferketten beeinträchtigt werden, was sich negativ auf das JOST-Geschäft auswirken könnte.
Der Konzernbericht für das Geschäftsjahr 2025 inklusive Nachhaltigkeitsbericht 2025 steht unter http://ir.jost-world.com/berichte zur Verfügung. Die begleitende virtuelle Konferenz wird am 26. März 2026 um 11:00 Uhr MEZ stattfinden. Nach der Konferenz steht die Aufzeichnung auf der Website von JOST zur Verfügung ( http://ir.jost-world.com).
Kontakt:
JOST Werke SE Romy Acosta Head of Investor Relations T: +49 6102 295-379 romy.acosta@jost-world.com
Über JOST: JOST ist ein weltweit führender Hersteller und Lieferant von sicherheitsrelevanten Systemen für die Nutzfahrzeugindustrie. Unter der Dachmarke JOST ist das umfangreiche Produktportfolio in Systeme für On-Highway- (Transportindustrie) und Off-Highway-Anwendungen (Landwirtschaft und Bauindustrie) gegliedert. Die international marktführende Position von JOST wird durch die starken Marken JOST, Hyva, ROCKINGER, TRIDEC und Quicke sowie durch die langfristigen, durch das globale Vertriebsnetz bedienten, Kundenbeziehungen und durch das effiziente, wenig anlagenintensive Geschäftsmodell untermauert. Das Unternehmen ist der weltweit führende Hersteller für Sattelkupplungen, Stützwinden, landwirtschaftliche Frontlader und Frontkippzylindern. Seit der Übernahmen von Hyva im Jahr 2025 beschäftigt JOST über 6.500 Mitarbeitende weltweit und hat Vertriebs- und Produktionsstätten in über 35 Ländern auf sechs Kontinenten. Das Unternehmen ist an der Frankfurter Börse notiert. Weitere Informationen über JOST finden Sie hier: www.jost-world.com
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