Ölpreis legt wieder zu - Öl aus der Nordsee kostetet mehr als 100 US-Dollar
Die Ölpreise sind am Dienstag nach starken Kursschwankungen zu Beginn der Woche wieder gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im Mai kostete 102,95 US-Dollar und damit drei Prozent mehr als am Vortag.
Am Montag hatten Aussagen von US-Präsident Donald Trump für heftige Bewegungen am Ölmarkt gesorgt. Trump hatte überraschend ein Ultimatum an den Iran verlängert und von "produktiven" Gesprächen mit dem Kriegsgegner gesprochen. Der Iran reagierte umgehend und dementierte Meldungen über Verhandlungen zwischen Teheran und Washington zur Beendigung des Kriegs. Im Zuge dieser Nachrichten schwankte der Preis für Brent am Montag zwischen 96 und 114 Dollar.
"Der Markt reagiert weiterhin sehr sensibel auf neue Schlagzeilen", kommentierten Analysten des Handelshauses XS.com das jüngste Handelsgeschehen. Viele Anleger sind besorgt über die weitere Entwicklung des Kriegs im Nahen Osten.
Nach Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank scheint die unmittelbare Gefahr einer Eskalation im Iran-Krieg aber zunächst gebannt. Eine Lösung, wie die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr wieder passierbar wird, ist allerdings weiterhin nicht in Sicht. Hinzu kommt, dass jederzeit eine neue Eskalation der Lage am Persischen Golf möglich sei. "Von daher überrascht es nicht, dass die Ölpreise heute bereits wieder zulegen", heißt es in der Analyse der Commerzbank./jkr/jsl/jha/
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