OeNB senkt BIP-Prognose für 2026 auf 0,5 Prozent / Iran-Krieg und hohe Energierohstoffpreise dämpfen Wachstum und erhöhen Inflationsprognose - OeNB erwartet nur temporären Dämpfer
Der Iran-Krieg und die damit steigenden Energie-Rohstoffpreise trüben die Aussichten für das heimische Wirtschaftswachstum. Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) erwartet für das laufende Jahr nun ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent, vor Weihnachten lag die Prognose noch bei 0,8 Prozent. Auch die Inflation dürfte heuer höher ausfallen als ursprünglich gedacht: Die Inflationsprognose (HVPI) der OeNB lautet nun auf 2,7 Prozent, davor waren es 2,4 Prozent.
Zum Vergleich: Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) und das Institut für Höhere Studien (IHS) rechneten bei ihrer Prognose im Dezember 2025 noch mit einem Wirtschaftswachstum von 1,2 bzw. 1,0 Prozent für 2025. Die neuen Erwartungen werden Wifo und IHS am 10. April bekanntgeben.
Die positive Wachstumsdynamik vom Jahresbeginn - vor Ausbruch des Krieges - sollte aber nur temporär gedämpft werden, schreibt die OeNB am Dienstag in ihrer Aussendung. Dies liege an den Energie-Rohstoffpreisen, die nach dem Start des Krieges zwar stark gestiegen seien, aber bereits in der zweiten Jahreshälfte 2026 wieder sinken sollten. Für die kommenden zwei Jahre rechnet die OeNB daher wieder mit einem stärkeren Wachstum. Für 2027 wird ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,0 Prozent erwartet, für 2028 sind es plus 1,1 Prozent.
(Redaktionelle Hinweise: GRAFIK 0386-26, 88 x 112 mm) bel/cri
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