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Mehr Geld für Beschäftigte im Gartenbau

Viele Beschäftigte in der Gartenbaubranche erhalten in den kommenden zwei Jahren mehr Geld. In einem neu geschaffenen Tarifgebiet mit neun Bundesländern steigen Löhne und Gehälter um insgesamt 6,4 Prozent, wie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mitteilte. Der Tarifraum umfasst Bayern, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Schleswig-Holstein. Für Baden-Württemberg und Hessen vereinbarten Arbeitgeber und Gewerkschaft demnach eine Erhöhung der Einkommen um insgesamt 7,8 Prozent.

"Das ist in diesen schwierigen Zeiten mit explodierenden Energiepreisen und einer schon bald deutlich ansteigenden Inflationsrate ein sehr gutes Ergebnis", sagte IG-BAU-Vorstandsmitglied Christian Beck. Zugleich sei es gelungen, die bislang zersplitterte Tariflandschaft im Gartenbau zu vereinheitlichen. Langfristig strebe man ein deutschlandweites Tarifgebiet mit einheitlichen Regelungen an.

Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der gärtnerischen Arbeitgeberverbände (AGA), Andreas Pellens, erklärte: "Wir sind sehr froh und auch ein Stück weit stolz, dass wir das von Arbeitgeberseite geschafft haben. Uns war es als Arbeitgeberseite ein Anliegen, in den Verbänden einfach Ressourcen zu bündeln und neue Strukturen zu schaffen."

In der Gartenbaubranche - ohne den Garten- und Landschaftsbau - arbeiten in Deutschland nach Angaben der IG BAU rund 110.000 Beschäftigte. Darunter sind demnach Zierpflanzen-, Stauden- und Friedhofsgärtner sowie Beschäftigte in Baumschulen und im Obst- und Gemüsebau./dmo/DP/men

AXC0196 2026-03-23/15:17

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