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Aufsicht: Irankrieg bringt EU-Banken nicht in Gefahr

Der Krieg in der Golfregion bringt die Banken in der EU nach Einschätzung ihrer Aufsicht nicht in die Bredouille. Die Branche verfüge Stand Ende 2025 über eine starke Kapitalausstattung, reichlich Liquidität und eine solide Qualität ihrer Vermögenswerte, schrieb die Europäische Bankenaufsicht (EBA) in ihrem jüngsten Risikobericht vom Montag. Die Engagements im Nahen Osten umfassten weniger als ein halbes Prozent ihrer Vermögenswerte, analysierte die Behörde mit Blick auf die Geldhäuser aus der Europäischen Union (EU) und dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR). Eine weitere Eskalation könnte ihrer Ansicht nach jedoch stärkere Folgen haben.

Dabei verwies die Behörde auf die steigenden Energiepreise, Inflationsdruck, ein schwächeres Wirtschaftswachstum in der Welt und Störungen der Lieferketten. "Diese Auswirkungen wären vor allem in energieintensiven Sektoren wie dem Verkehrs- und dem Baugewerbe sowie in bestimmten Bereichen des verarbeitenden Gewerbes zu spüren", schrieb die EBA weiter.

Ende 2025 waren Banken aus der EU und dem EWR den Angaben zufolge mit insgesamt 132 Milliarden Euro an Krediten und Vorschüssen bei Geschäftspartnern im Nahen Osten engagiert. Davon entfielen 47 Milliarden Euro auf Banken und andere Finanzunternehmen sowie 33 Milliarden auf andere Firmen. Der Löwenanteil der Gesamtsumme entfiel auf die Vereinigten Arabischen Emirate, gefolgt vom Emirat Katar und Saudi-Arabien./stw/err

 ISIN  FR0000131104  DE000CBK1001  DE0005140008  ES0113900J37  IT0005239360

AXC0119 2026-03-23/11:35

Relevante Links: Deutsche Bank AG, Commerzbank AG, Banco Santander Central Hispano S.A., BNP Banque Nationale de Paris Paribas S.A., UniCredit S.p.A.

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