ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Weitere Talfahrt - Dax unter 22.000 Punkten
Der Dax
Für den MDax
In der Nacht zu Sonntag hatte der US-Präsident der iranischen Führung mit der Zerstörung von Energieanlagen gedroht, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und "ohne Drohungen" öffnen. Teheran drohte seinerseits mit der vollständigen Schließung der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge.
"Wenn die Ölarterie sich verengt, atmet das ganze System durch einen Strohhalm", kommentierte Marktstratege Stephen Innes von SPI Asset Management. Es gehe inzwischen weniger um Einzelereignisse als die schiere Länge des Konflikts. Die Instabilität baue sich langsam auf. Besorgniserregend sei der gemeinsame Rutsch von Aktien, Anleihen und sogar des Goldpreises, so Innes weiter. Es finde also keine Rotation des Geldes statt, sondern es werde schlicht abgezogen. Zu allem Überfluss steige der Druck auf die Notenbanken, zu reagieren.
"Die Lage ist so unsicher wie noch nie seit dem Beginn dieses Krieges", ergänzte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Niemand weiß, wie weit die USA und Israel wirklich zu gehen bereit sind. Und niemand kann absehen, wie verheerend Gegenschläge des Iran ausfallen können. Die Panik, die lange Zeit nicht vorhanden war, frisst sich jetzt in die Märkte und in die Kurse."
Die Ölpreise reagierten ebenfalls sichtbar auf die drohende Eskalation im Nahen Osten. So legte der Preis für ein Fass (149 Liter) Rohöl der für Europa maßgeblichen Nordsee-Sorte Brent weiter zu auf zuletzt rund 120 US-Dollar. Die US-Investmentbank Goldman Sachs geht davon aus, dass die Ölpreise für einen längeren Zeitraum auf einem hohen Niveau bleiben dürften. Laut einer aktuellen Studie erwartet sie für die Monate März und April einen durchschnittlichen Brent-Preis von 110 Dollar.
Vor diesem Hintergrund gerieten Unternehmensnachrichten ebenso wie
die in Kraft getretenen Änderungen bei der Zusammensetzung der
Indizes der Dax-Familie fast zur Nebensache. Europaweit zu den
größten Verlierern zählten die seit Beginn des Iran-Kriegs ohnehin
schon gebeutelten Rohstoff-
Die Aktien des Stahlkonzerns Salzgitter
Gemieden wurden zudem Rüstungstitel. Ungeachtet der Entwicklung in
Nahost ging es für Rheinmetall
Im Nebenwerte-Index SDax
Es gab allerdings auch einige wenige Gewinner im schwachen
Marktumfeld. So bescherte der Verkauf seines Essensliefergeschäfts
Foodpanda in Taiwan Delivery Hero
Die Papiere von Vincorion
ISIN DE0008469008 DE0008467416
AXC0094 2026-03-23/10:14
Relevante Links: Delivery Hero SE, HENSOLDT AG, Salzgitter AG, ThyssenKrupp AG, RENK GROUP AG INH O.N., Gerresheimer AG, Vonovia SE, Rheinmetall AG, TKMS AG & Co KGaA