Wiener Börse - Steigende Öl- und Gaspreise belasten ATX / Leitindex verliert drei Prozent - EZB hält Zinsen wie erwartet stabil
Der Wiener Aktienmarkt hat am Donnerstag die Erholungsgewinne aus der ersten Wochenhälfte wieder abgegeben. Steigende Öl- und Gaspreise nach Angriffen auf Förderanlagen im Nahen Osten gaben den Inflations- und Konjunktursorgen neue Nahrung. Die Europäische Zentralbank (EZB) tat es inzwischen der US-Notenbank Fed am Vorabend gleich und ließ ihre Schlüsselzinssätze unangetastet. Am Markt werden jedoch zwei Zinsanhebungen der EZB im weiteren Jahresverlauf erwartet.
Der ATX gab um 2,99 Prozent auf 5.263,02 Punkte nach und radierte so die Erholungsgewinne seit dem Wochenende wieder aus. Für den ATX Prime ging es um 2,99 Prozent auf 2.614,2 Zähler hinab. Deutliche Abgaben gab es auch im europäischen Umfeld.
Nach iranischen Angriffen auf Flüssiggasanlagen in Katar und der Androhung von Vergeltung durch US-Präsident Donald Trump wächst die Sorge vor einem folgenreichen Energiekrieg. Zuvor hatte Israel "South Pars", das vom Iran und Katar ausgebeutet wird, angegriffen. Die Öl- und Gaspreise dämmten kräftige Kursgewinne im Handelsverlauf zwar noch ein, was den Aktienmärkten aber kaum Entspannung brachte. Stattdessen bleiben Sorgen über langfristige Produktionsausfälle.
spa/sto
ISIN AT0000999982