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AKTIEN IM FOKUS: Salzgitter sacken ab - Konjunktursorgen belasten ganze Branche

Die Aktien von Salzgitter haben am Donnerstag ihre in der letzten Februar-Woche gestartete Talfahrt beschleunigt. Sie büßten am Nachmittag 12,1 Prozent auf 35,64 Euro ein und sackten auf den tiefsten Stand seit Anfang Dezember. Die bisherigen Jahresgewinne sind damit Geschichte.

Mitte Februar waren die Papiere des Stahlherstellers noch auf ein Hoch seit Dezember 2018 geklettert. Da hatte Salzgitter mitgeteilt, den Dessauer Spezialisten für Sicherheitsstahl Thyrolf & Uhle zu übernehmen, um seine Kompetenzen in der Verteidigung zu erweitern.

Im Tagesverlauf haben aber einmal mehr die hohen Ölpreise und die damit verbundene Aussicht auf eine schwächere Konjunktur belastet. Der Stoxx Europe 600 Basis Resources war der schwächste Sektor Europas. Er sackte auf ein Tief seit Januar. Seit Beginn der Angriffe der USA und Israel auf den Iran Ende Februar ist er um fast 14 Prozent eingebrochen, nachdem er kurz zuvor noch ein Rekordniveau erreicht hatte.

Branchengrößen wie der Stahlwert ArcelorMittal oder der Bergbaukonzern Anglo American verloren fast ein Viertel an Wert. Salzgitter büßten 35 Prozent ein, Thyssenkrupp 25 Prozent. Sie waren alle auch am Donnerstag schwach.

Für ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde am Donnerstagnachmittag 112 Dollar gezahlt, am Morgen waren es sogar 119 Dollar. Damit wurde fast wieder das Panik-Niveau vom 9. März erreicht, als der Ölpreis auf rund 120 Dollar und damit den höchsten Stand seit 2022 geschossen war. Die Sorgen vor einer Stagflation - also einer Stagnation der Wirtschaft bei gleichzeitiger Inflation - nehmen rapide zu./ck/jkr/jha/

 ISIN  GB00BTK05J60  DE0007500001  DE0006202005  LU1598757687

AXC0373 2026-03-19/17:29

Relevante Links: Salzgitter AG, ThyssenKrupp AG, Anglo American plc, ArcelorMittal S.A., Anglo American plc

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