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NORDWEST-Konzern: Geschäftsentwicklung geprägt von schwierigem Konjunkturumfeld
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19.03.2026 / 11:31 CET/CEST Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
Corporate News
Geschäftsjahresergebnis per 31. Dezember 2025
NORDWEST-Konzern: Geschäftsentwicklung geprägt von schwierigem Konjunkturumfeld
Dortmund, 19. März 2026
Der Vorstand berichtet über den Jahres- und Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2025 wie folgt:
In einem herausfordernden konjunkturellen Umfeld hat der NORDWEST-Konzern das Geschäftsjahr 2025 mit einem Geschäftsvolumen von 4,7 Mrd. EUR abgeschlossen und lag damit auf dem Niveau des Vorjahres (+0,2 %). Mit Blick auf den Geschäftsverlauf in den einzelnen Geschäftsarten erwies sich die Entwicklung im ZR- und Streckengeschäft insgesamt als robust und konnte den Wert aus dem Vorjahr bestätigen (+0,7 %), während das Lagergeschäft mit -8,7 % einen deutlich rückläufigen Geschäftsverlauf aufwies. Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) lag mit 11,0 Mio. EUR unter dem Vorjahr. Erfreulicherweise konnte die Anzahl der angeschlossenen Fachhandelspartner im abgeschlossenen Geschäftsjahr auf insgesamt 1.321 gesteigert werden.
Die Entwicklung des Geschäftsvolumens in den einzelnen Geschäftsbereichen divergierte im vergangenen Geschäftsjahr, wobei insbesondere die Bereiche Stahl und Haustechnik eine positive Entwicklung verzeichnen konnten. Der Bereich Stahl erzielte ein Geschäftsvolumen von insgesamt 1.557,6 Mio. EUR und lag damit +3,2 % über dem Vorjahr. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im volumenstarken Geschäftsbereich Stahl im Vergleich zu den anderen ZR- und Streckenbereichen sowie dem NORDWEST-eigenen Lagergeschäft geringere Margen erzielt werden. Der Geschäftsbereich Haustechnik überzeugte mit einem Geschäftsvolumen von 342,6 Mio. EUR und einem Anstieg von 19,0 % gegenüber dem Vorjahr ebenfalls. Hier war das Wachstum insbesondere auf die Akquisition von neuen Fachhandelspartnern im europäischen Ausland zurückzuführen. Im Geschäftsbereich Bau wurde aufgrund der weiterhin angespannten konjunkturellen Lage sowie des Verlustes eines großen Fachhandelspartners in der zweiten Jahreshälfte der Vorjahreswert per 31. Dezember 2025 um -2,8 % verfehlt. Mit Blick auf die Geschäftsarten zeigte sich das Lagergeschäft mit einem Rückgang von -1,1 % ein wenig robuster als das ZR- und Streckengeschäft, welches mit -2,9 % unter dem Vorjahreswert blieb. Die angespannte wirtschaftliche Lage sowie das Ausscheiden eines großen Fachhandelspartners innerhalb der ersten Jahreshälfte 2025 führten im Bereich Handwerk-Industrie ebenfalls zu einem rückläufigen Geschäftsvolumen (-5,1 %). Mit Blick auf die Geschäftsarten entwickelten sich sowohl das ZR- und Streckengeschäft (-3,9 %) als auch das Lagergeschäft (-10,5 %) zum Teil deutlich rückläufig. Der Bereich TeamFaktor/Services konnte den Vorjahreswert per Dezember ebenfalls nicht erreichen. Mit einem Geschäftsvolumen von 1.318,9 Mio. EUR lag der Bereich um -2,0 % unter dem Vorjahr.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 erzielte der NORDWEST-Konzern ein Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) von 11,0 Mio. EUR (VJ 16,4 Mio. EUR; - 33,1 % ggü. VJ) bei einem Ergebnis nach Ertragsteuern von 7,6 Mio. EUR (VJ 11,4 Mio. EUR; - 33,7 % ggü. VJ). Vor dem Hintergrund sowohl bereits umgesetzter als auch weiterhin anstehender Investitionen hat NORDWEST in den vergangenen Jahren einen klaren Fokus auf die Stärkung des Eigenkapitals gelegt. Ziel war und ist es, den Wachstumsplänen und weiteren Investitionsvorhaben durch eine angemessene Kapitalbasis eine solide Grundlage zu verschaffen. Nachdem NORDWEST bereits im vergangenen Jahr eine Dividende in Höhe von 1,00 EUR je Aktie gezahlt hat, ist beabsichtigt diese Dividende im aktuellen Jahr trotz einer weiterhin generell unsicheren konjunkturellen Entwicklung fortzusetzen. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen daher eine Dividende von 1,00 EUR je dividendenberechtigter Aktie vor.
Der AG- und der Konzern-Abschluss wurden in der am heutigen Tag stattgefundenen Sitzung durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft geprüft und der AG-Abschluss ist gemeinsam mit dem Vorstand festgestellt worden. Der Konzern-Abschluss wurde durch den Aufsichtsrat gebilligt. Die Eckdaten stellen sich wie folgt dar:
in TEUR 2025 2024 in %
Konzern
Umsatzerlöse 266.579 277.038 -3,8
EBIT 10.985 16.420 -33,1
Ergebnis vor Steuern (EBT) 11.379 17.391 -34,6
Ertragsteuern -3.784 -5.943 -36,3
Ergebnis nach Ertragsteuern 7.596 11.448 -33,7
Ergebnis je Aktie (unverwässert) in EUR 2,37 3,57 -33,7
Dividende in EUR 1,00 1,00 0,0
(Vorschlag für 2025)
Ausblick
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben auch 2026 herausfordernd. Nach fünf Jahren schwacher gesamtwirtschaftlicher Entwicklung wird lediglich eine moderate Erholung erwartet. Die zentralen Bremsfaktoren - ein verhaltener Investitionsmarkt, hohe Standortkosten, eine schwächelnde Industriekonjunktur sowie Unsicherheiten im globalen Handel - wirken weiter fort. Mit der Ausweitung des Krieges im Nahen Osten ist ein weiterer Unsicherheitsfaktor hinzugekommen. Die Auswirkungen zeigen sich insbesondere bei Energiepreisen und in neuen Belastungen für Transport- und Lieferketten. Die Intensität dieser Effekte hängt maßgeblich von Dauer und Ausmaß der Störungen - insbesondere rund um die Straße von Hormus - ab. Für den NORDWEST-Konzern ergibt sich ein vorsichtig positives Gesamtbild für das Geschäftsjahr 2026. Das Management geht - trotz der anspruchsvollen konjunkturellen Lage - von einer moderaten Steigerung des Geschäftsvolumens aus. Wesentliche Wachstumstreiber sind hierbei insbesondere der Ausbau mit bestehenden und neuen Fachhandelspartnern. Auch wird durch die Inbetriebnahme des neuen Zentrallagers in Alsfeld, die im ersten Halbjahr 2026 erfolgen wird, eine weitere Stärkung des Bestandskundengeschäfts erwartet. Im Ergebnis prognostiziert NORDWEST ein Konzern-Geschäftsvolumen von rund 4,9 Mrd. EUR innerhalb einer Bandbreite von +/- 9 %. Im Hinblick auf das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) wird von einem Wert von 11,8 Mio. EUR mit einer Bandbreite von +/- 0,9 Mio. EUR ausgegangen. Das Ergebnis nach Ertragsteuern liegt aufgrund höherer Finanzierungskosten im Zusammenhang mit dem Logistikneubau unterhalb der EBIT-Entwicklung.
Der Online-Geschäftsbericht 2025 wird voraussichtlich am 30. März 2026 veröffentlicht. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der NORDWEST-Homepage www.nordwest.com im Bereich Investor Relations. Die Veröffentlichung des Geschäftsvolumens für das 1. Quartal 2026 ist für den 17. April 2026 vorgesehen.
NORDWEST Handel AG
Der Vorstand
Über die NORDWEST Handel AG:
Die NORDWEST Handel AG mit Sitz in Dortmund gehört seit 1919 zu den leistungsstärksten Verbundunternehmen des Produktionsverbindungshandels (PVH). Die Kernaufgaben des Verbandes zur Unterstützung der rund 1.321 Fachhandelspartner aus den Bereichen Stahl, Bau-Handwerk-Industrie und Sanitär- und Heizungstechnik (Haustechnik) liegen in der Bündelung der Einkaufsvolumina, der Zentralregulierung, einem starken Zentrallager sowie in umfangreichen Dienstleistungen. NORDWEST ist auch in Europa, insbesondere in den Schwerpunktländern Österreich, Schweiz, Spanien, Frankreich, Polen sowie Benelux aktiv.
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