Wiener Börse startet mit Verlusten - ATX minus 1,4 Prozent / Ölpreis und Wall Street belasten - Lenzing und SBO nach Zahlen unter Druck
Nach der positiven ersten Wochenhälfte hat es am Wiener Aktienmarkt am Donnerstag wieder einen Rückschlag gegeben. Vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) schlugen steigende Ölpreise und schwache Übersee-Vorgaben den Anlegern aufs Gemüt. Der ATX fiel in den ersten Handelsminuten um 1,38 Prozent auf 5.350,49 Punkte. Für den ATX Prime ging es um 1,32 Prozent auf 2.659,21 Zähler hinab. Abgaben im ähnlichen Ausmaß gab es im europäischen Umfeld.
Druck kommt erneut vom Ölpreis, dessen Anstieg Konjunktur- und Inflationssorgen schürt, nach gegenseitigen Angriffen Israels und des Irans auf Öl- und Gasanlagen im Nahen Osten. Zudem hatte die US-Notenbank Fed am Vorabend zwar ihre Zinsspanne wie erwartet nicht angepasst, begleitende Aussagen wurden aber als tendenziell restriktiv aufgefasst.
Am Berichtstag folgen nun die Notenbanken der Eurozone, Großbritanniens und der Schweiz mit ihren geldpolitischen Entscheidungen, wobei auch hier keine Zinsanpassungen erwartet werden. Kernfrage bleibt, ob energiepreisbedingte Inflationsanstiege als vorübergehend angesehen werden können. Unter den Wiener Einzelwerten rutschen SBO und Lenzing nach Zahlen jeweils mehr als vier Prozent ab.
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