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Devisen (Früh) - Euro vor EZB-Entscheid stabilisiert / Fed hielt Leitzins wie erwartet unverändert, aber mit restriktiven Signalen - Bank of Japan hält Leitzins ebenfalls stabil

Der Eurokurs hat sich am Donnerstag im frühen Handel zum US-Dollar stabilisiert gezeigt. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1463 Dollar gehandelt, und damit etwas höher als am Vorabend. Am Mittwoch hatte sie noch infolge der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed nachgegeben. Die US-Währungshüter hatten zwar ihre Zinsspanne wie erwartet nicht angepasst, begleitende Aussagen wurden aber als tendenziell restriktiv aufgefasst.

Devisenexpertin Thu Lan Nguyen verwies auf viele kleine Signale der Fed, die einen festeren Dollar begünstigen würden. So habe der Fed-Vorsitzende Jerome Powell bei der Pressekonferenz betont, dass Zinssenkungen nur unter der Bedingung einer günstigen Inflationsentwicklung erfolgen würden. Zudem sei die Entscheidung gegen eine Zinssenkung mit einer Mehrheit von 11 zu 1 sehr klar ausgefallen, was einen größeren Zusammenhalt im Offenmarktausschuss signalisiere und es folglich einem zukünftigen Fed-Chef Kevin Warsh erschweren würde, den Konsens in Richtung kräftiger Zinssenkungen zu bewegen. Zu guter Letzt habe Powell in Aussicht gestellt, dass er womöglich noch länger im FOMC verweilen könnte als bisher geplant.

Weitere Unterstützung erhielt die US-Währung vom steigenden Ölpreis, nach gegenseitigen Angriffen Israels und des Irans auf Öl- und Gasanlagen im Nahen Osten. Aktuell kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent wieder rund 114 Dollar und damit rund sechs Prozent mehr als am Vortag.

Am Berichtstag folgen nun die Notenbanken der Eurozone, Großbritanniens und der Schweiz mit ihren geldpolitischen Entscheidungen, wobei auch hier keine Zinsanpassungen erwartet werden. Kernfrage bleibt, ob energiepreisbedingte Inflationsanstiege als vorübergehend angesehen werden können.

Etwas höher tendierte im frühen Handel der japanische Yen. Die japanische Notenbank hat den Leitzins unverändert gelassen, aber vor den Auswirkungen der wegen des Iran-Kriegs gestiegenen Ölpreise auf die Inflation gewarnt. Nach der zweitägigen geldpolitischen Sitzung beließ die Bank of Japan (BOJ) am Donnerstag ihren kurzfristigen Leitzins unverändert bei 0,75 Prozent.

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