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Goldpreis gibt nach - Notierung unter 5.000 Dollar

Der Goldpreis ist am Mittwoch gesunken. An der Börse in London wurde für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) 4.986 US-Dollar gezahlt und damit etwa 19 Dollar weniger als am Vortag. Tendenziell belastet wird das Edelmetall durch einen stärkeren US-Dollar und der Aussicht, dass die Zinsen in den USA nicht so schnell sinken dürften wie zuletzt erwartet.

Damit zeigt sich weiter keine stärkere Nachfrage nach Gold durch den Krieg im Nahen Osten. Nachdem der Goldpreis nur zu Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran Ende Februar zeitweise bis auf knapp 5.420 Dollar gestiegen war, ist die Notierung in den vergangenen beiden Wochen mehrfach deutlich unter Druck geraten.

"Der Goldpreis tut sich schwer, seiner Rolle als sicherer Hafen in Krisenzeiten gerecht zu werden", kommentierte Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank in einer jüngst veröffentlichten Studie. Einen Grund sieht Fritsch beim Kurs des US-Dollar, der seit Beginn des Iran-Kriegs deutlich gestiegen ist. Da Gold auf dem Weltmarkt in Dollar gehandelt wird, macht eine stärkere US-Währung das Edelmetall teurer, was die Nachfrage bremst.

Hinzu kommt, dass die Erwartungen an Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed zuletzt gesunken sind. Mittlerweile rechnen die Finanzmärkte wegen der gestiegenen Inflationserwartungen infolge hoher Ölpreise nur noch mit einer Zinssenkung in diesem Jahr, nachdem vor dem Iran-Krieg noch zwei Zinsschritte erwartet worden waren. Die Aussicht, dass Zinsen zum Beispiel für Staatsanleihen höher als bisher gedacht ausfallen können, macht sie attraktiver im Vergleich zum Gold./jkr/nas

 ISIN  XC0009655157

AXC0119 2026-03-18/10:27

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