Aktien Wien Schluss: ATX gewinnt
Die Wiener Börse hat den Dienstag mit einem Gewinn
beendet. Grund war vor allem weiterhin der Krieg der USA und Israels
gegen den Iran und die damit zusammenhängenden Unsicherheiten am
Ölmarkt. Der österreichische Leitindex ATX
Die Sorge um steigende Ölpreise treibt weiter die internationalen Märkte um. Zuletzt hat der Iran seine Angriffe auf die Energieinfrastruktur im Persischen Golf verstärkt. Die Angriffe Teherans intensivieren sich zu einem Zeitpunkt, an dem sich Sorgen vor Öl-Lieferengpässen und Inflationsgefahren verstärken.
Der internationale Blick ist außerdem bereits auf die großen Zentralbanken gerichtet. So entscheidet die US-Notenbank Fed am Mittwoch über ihren Leitzins, die EZB am Donnerstag, und auch in Großbritannien und Japan wird in dieser Woche über die Leitzinsen entschieden. Am Markt gilt es als ausgemacht, dass die amerikanischen Währungshüter den Leitzins auf ihrer morgigen Sitzung nicht ändern werden. Angesichts der kriegsbedingten Unsicherheit träten die jüngsten Konjunkturdaten wie etwa zur Inflationsentwicklung in den Hintergrund, schrieb Naomi Fink, Chief Global Strategist von Amova Asset Management.
In Deutschland sind zudem die Konjunkturerwartungen eingebrochen. Das Stimmungsbarometer des deutschen Forschungsinstituts ZEW fiel gegenüber dem Vormonat um 58,8 Punkte auf minus 0,5 Punkte, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen weniger deutlichen Rückgang auf plus 39,2 Punkte erwartet.
"Die Eskalation im Nahen Osten treibt die Energiepreise massiv nach oben und sorgt für steigenden Inflationsdruck", kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach. Die Finanzmarktexperten seien skeptisch, dass es zu einem schnellen Ende des Konflikts kommen werde.
In Österreich gab der Kartonhersteller Mayr-Melnhof
Der Umsatzrückgang spiegle die anhaltende Schwäche und geplante Wartungsstillstände im Bereich Board & Paper sowie die Entkonsolidierung von TANN im Segment Food & Premium wider, schreiben die Analysten der Erste Research in einem Kommentar. Positiv erwähnten sie, dass das Unternehmen sein Fit for Future (FFF)-Ziel bis 2027 auf 250 Millionen Euro (zuvor 150 Millionen Euro) angehoben hat, wovon im Geschäftsjahr 2025 bereits rund 70 Millionen Euro realisiert wurden.
Restrukturierungskosten in Höhe von 29 Millionen Euro würden jedoch den Nettogewinn schmälern, sodass das bereinigte operative Ergebnis (Ebidta) im Geschäftsjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert blieb. Erste Research bestätigen die Empfehlung "Hold" und das Kursziel von 95,50 Euro. Mayr-Melnhof gaben zum Tagesschluss 3,3 Prozent ab. Damit waren sie Schlusslicht im ATX Prime-Segment.
Die Analysten der britischen Bank Barclays hoben ihr Kursziel für
die Aktien der OMV
Der oberösterreichische Luftfahrtzulieferer FACC
Gut performten auch Vienna Insurance
ISIN AT0000999982
AXC0287 2026-03-17/18:31
Relevante Links: Flughafen Wien AG, Vienna Insurance Group AG, Mayr-Melnhof Karton AG, OMV AG, Semperit AG Holding, FACC AG, POLYTEC HOLDING AG