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Wiener Aktienmarkt vorbörslich mit Abschlägen erwartet / Leitindex bei minus 0,53 Prozent - Iran-Krieg plus die davon betroffenen Ölpreise als Stimmungskiller

Nachdem die Wiener Börse den Montag mit einem Plus abgeschlossen hat, dürfte der Start in den Dienstag mit Abschlägen beginnen. Auf die Stimmung drückt nach wie vor der Krieg der USA und Israels gegen den Iran und die damit verbundene Ölpreisentwicklung. Bankenindikationen sahen den ATX rund eine halbe Stunde vor Handelsbeginn 0,53 Prozent im Minus bei 5.271 Punkten. Den Montag hatte der Leitindex mit einem Zuwachs von 0,67 Prozent auf 5.298,49 beendet.

Das Thema Iran-Krieg und die damit zusammenhängenden hohen Energiepreise bleiben das bestimmende Thema und noch ist kein Ende dieser Phase in Sicht, so die Experten der Helaba. "Steigende Inflationssorgen und zunehmende Konjunkturrisiken führen zu einem verengten Handlungsspielraum der Notenbanken. Noch herrscht die Hoffnung vor, der Energiepreisschock werde von vorübergehender Natur sein", formulierten die Analysten.

Nach dem Rückgang zum Wochenanfang haben die Ölpreise am Dienstag wieder zugelegt. Rohöl der Sorte Brent und US-Leichtöl WTI verteuern sich in der Spitze jeweils um rund fünf Prozent auf 104,98 Dollar (91,46 Euro) und 98,42 Dollar je Barrel. Grund ist die Furcht vor Lieferausfällen, da die Straße von Hormuz weiterhin nicht passiert werden kann. Verbündete der USA hatten Forderungen nach der Entsendung von Kriegsschiffen zur Unterstützung der Tanker bei der Durchfahrt durch die wichtige Wasserstraße zurückgewiesen. Die Risiken blieben groß, sagte Marktanalyst Tony Sycamore von IG. "Es genügt eine einzige iranische Miliz, die eine Rakete abfeuert oder eine Mine an einem vorbeifahrenden Tanker anbringt, um die gesamte Situation erneut eskalieren zu lassen."

International wird der Blick heute auch auf den deutschen ZEW-Saldo der Konjunkturerwartungen gerichtet sein. Die Umfrage ist laut Helaba vollständig unter dem Eindruck des Krieges am Persischen Golf zu sehen und daher ist mit einem deutlichen Rückgang des ZEW Erwartungssaldos zu rechnen.

Unternehmensseitig könnte am heimischen Aktienmarkt der Kartonhersteller Mayr-Melnhof Karton mit dem Jahresergebnis 2025 in den Fokus rücken. Mayr-Melnhof verloren am Montag 0,33 Prozent.

Die größten Kursgewinner im prime market am Montag:

AT&S        +4,56% 52,70 Euro
AUSTRIACARD +2,78% 7,39 Euro 
Palfinger   +2,77% 35,25 Euro

Die größten Kursverlierer im prime market am Montag:

Semperit   -2,85% 11,58 Euro
Rosenbauer -2,44% 48,00 Euro
UNIQA      -1,73% 14,74 Euro

moe/ste

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