Wiener Börse - ATX gewinnt 0,67 Prozent / Israel stellt sich auf weitere drei Wochen Iran-Krieg ein - EU-Außenminister-Treffen zu Öffnung der Straße von Hormuz
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Die Wiener Börse hat sich nach drei negativen Wochen am Montag mit einem Plus aus dem Handel verabschiedet. Im Fokus lag weiterhin der Iran-Krieg und die damit verbundene Ölpreisentwicklung. Zum Wochenauftakt legte der heimische Leitindex ATX um 0,67 Prozent auf 5.298,49 Punkten zu. Der ATX Prime gewann 0,62 Prozent auf 2.634,46 Zähler. Auch die wichtigsten europäischen Börsen zeigten sich erholt.
Israel stellt sich auf eine Fortsetzung des Krieges gegen den Iran für mindestens drei weitere Wochen ein. Während die israelische Armee in der Nacht auf Montag Ziele im Iran bombardierte, legten iranische Drohnenangriffe den Flughafen von Dubai vorübergehend lahm und trafen eine wichtige Ölanlage in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Der Konflikt, in den auch die USA involviert sind, geht nun in die dritte Woche.
In Brüssel kamen am Vormittag die EU-Außenminister zum ersten Mal seit Beginn des Iran-Kriegs in Brüssel zusammen. In ihren Gesprächen soll auch über ein mögliches UNO-Abkommen zur Öffnung der Straße von Hormuz beraten werden. "Es liegt in unserem Interesse, die Straße von Hormuz offen zu halten. Deshalb diskutieren wir auch, was wir in dieser Hinsicht von europäischer Seite aus tun können", sagte Außenbeauftragte Kaja Kallas vor dem Treffen.
In den USA ist die Industrieproduktion etwas stärker als erwartet gestiegen. Im Februar habe sie um 0,2 Prozent zugelegt, teilte die US-Notenbank Fed am Montag in Washington mit. Volkswirte hatten lediglich ein Plus von 0,1 Prozent erwartet. Im Jänner war die Produktion noch um 0,7 Prozent gestiegen. Die Kapazitätsauslastung der Industrieunternehmen verharrte im Februar bei 76,3 Prozent. Volkswirte hatten mit 76,2 Prozent gerechnet.
Unternehmensseitig gab es am heimischen Aktienmarkt wenig Neues. Experten von Barclays haben das Kursziel pro Aktie für die Post, die am vergangenen Donnerstag die Zahlen für 2025 vorgelegt hat, von 25,60 Euro auf 26,10 Euro erhöht. Das Kaufvotum "Underweight" blieb unverändert. Die Aktie der Post fiel um 0,3 Prozent auf 33,45 Euro.
Der Stahlkonzern voestalpine gab zwei Aufträge im Gesamtwert von 500 Millionen Euro bekannt. Der Geschäftsbereich voestalpine Railway Systems bedient die Deutsche Bahn und die Schweizerische Bundesbahnen. In Deutschland stellt der Konzern unter anderem Schienen und Weichenkomponenten bereit, in der Schweiz geht es um die Digitalisierung des Streckennetzes. Dennoch gaben die Werte von voestalpine um 0,51 Prozent nach.
Verluste von mehr als einem Prozent gab es unter anderen für die Aktien von Uniqa, Vienna Insurance Group (VIG), EVN und Wienerberger.
Gestützt wurde der ATX von AT&S mit einem Plus von 4,56 Prozent. Gesucht waren auch die schwergewichteten Bankenwerte. BAWAG legte um 2,19 Prozent zu, RBI um 1,03 Prozent. Verbund gewann 2,69 Prozent.
Im prime market zogen die Werte von Agrana um 4,56 Prozent an, während Semperit um 2,85 Prozent nachgaben.
rst/ste
ISIN AT0000999982