dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 16.03.2026 - 15.15 Uhr
ROUNDUP 4/Unicredit bietet für Commerzbank: 'An der Zeit zu reden'
FRANKFURT/MAILAND - Die italienische Großbank Unicredit
treibt mit einem milliardenschweren Übernahmeangebot
die Commerzbank vor sich her und will Gespräche am
Verhandlungstisch erzwingen. "Unsere Botschaft an die Commerzbank
heute ist: Es ist jetzt an der Zeit, zu sprechen", sagte
Unicredit-Chef Andrea Orcel in einer Telefonkonferenz.
Commerzbank: Keine Grundlage für Gespräche mit Unicredit
FRANKFURT - Die Commerzbank sieht aktuell keine
Grundlage für Gespräche mit der Unicredit . "Das
angekündigte Übernahmeangebot ist nicht mit der Commerzbank
abgestimmt", teilte der Frankfurter Dax -Konzern mit.
"Darüber hinaus beinhaltet die Kommunikation der Unicredit keine
weiteren Informationen bezüglich der Eckpfeiler einer wertstiftenden
Transaktion. Das wäre die notwendige Grundlage für etwaige
Gespräche."
Regierung: Feindliche Übernahme der Commerzbank inakzeptabel
BERLIN - Die Bundesregierung reagiert skeptisch auf die Pläne der
italienischen Großbank Unicredit zur Übernahme der
Commerzbank . Noch gebe es lediglich Ankündigungen,
aber kein förmliches Angebot dafür, sagte ein Sprecher des
Finanzministeriums in Berlin. Sollte es dazu kommen, sei es Sache
des Vorstands und des Aufsichtsrats der Commerzbank, dieses Angebot
zu prüfen und eine Empfehlung an die Aktionäre auszusprechen.
'Wirtschaftsweise' widerspricht Bund bei Commerzbank
BERLIN - Die Vorsitzende der "Wirtschaftsweisen", Monika Schnitzer,
stellt sich bei der möglichen Commerzbank -Übernahme
durch die italienische Unicredit gegen die
Bundesregierung. "Es spricht ökonomisch viel dafür,
grenzüberschreitende Konsolidierungen ernsthaft zu prüfen, statt sie
reflexhaft politisch abzuwehren", sagte die Vorsitzende des
Sachverständigenrates der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
Eon: Zahl der Cyberangriffe hat massiv zugenommen
ESSEN - Der Energiekonzern Eon sieht eine zunehmende
Zahl von Cyberangriffen auf seine Energienetze. Mittlerweile seien
täglich mehrere hundert Angriffe auf die Netzinfrastuktur zu
verzeichnen, berichtete Vorstandsmitglied Thomas König am Montag im
Austausch mit Journalisten. Im Vergleich zu von vor fünf Jahren habe
sich die Zahl damit verzehnfacht.
Trotz Konzernkrise - VW-Finanzsparte will Gewinn steigern
BRAUNSCHWEIG - Die Finanzdienste- und Mobilitätssparte von
Volkswagen rechnet nach einem Gewinnplus für das
kommende Geschäftsjahr mit einer erneuten Steigerung. 2026 werde ein
operatives Ergebnis kräftig über dem Niveau des vergangenen
Geschäftsjahres erwartet, teilte die Sparte Volkswagen Group
Mobility mit. Diese Prognose stehe unter dem Vorbehalt aktueller und
künftiger makroökonomischer sowie politischer Entwicklungen.
ROUNDUP: Piloten stimmen auch bei Lufthansa-Tochter Eurowings für
Streik
FRANKFURT/KÖLN - Jetzt drohen auch Pilotenstreiks bei der Lufthansa
-Tochter Eurowings. Bei einer Urabstimmung haben 94
Prozent der teilnehmenden Mitglieder für einen Arbeitskampf
gestimmt, wie die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit berichtet.
Teilgenommen haben den Angaben zufolge 82 Prozent der infrage
kommenden Mitglieder.
Koalitions-Taskforce kritisiert Mineralölkonzerne
BERLIN - Politiker der schwarz-roten Koalition haben
Mineralölkonzerne wegen überhöhter Preise kritisiert. Nach der
Sitzung einer Taskforce der Koalition sagte SPD-Fraktionsvize Armand
Zorn: "Leider wurden unsere Fragen nicht zufriedenstellend
beantwortet. Den Mineralölkonzernen ist es nicht gelungen, glaubhaft
zu erklären, wie die Preisgestaltung geschieht und vor allem auch,
wie die Unterschiede im europäischen Vergleich zu erklären sind."
Ähnlich äußerte sich Unions-Fraktionsvize Sepp Müller. Der
CDU-Politiker sprach von einer "Preistreiberei der
Mineralölkonzerne."
ROUNDUP: Hypoport will operative Marge bis Ende 2029 verdoppeln -
Aktie schwankt
BERLIN - Der Finanzdienstleister Hypoport will in den
kommenden Jahren seine Profitabilität steigern. "Bis zum Ende des
Jahrzehnts erwarten wir für unsere gesamte Gruppe aufgrund der
Skalierung unserer Geschäftsmodelle eine Verdoppelung der
Ebit-Rohertragsmarge", sagte Ronald Slabke am Montag laut
Mitteilung. Auf Nachfrage präzisierte ein Unternehmenssprecher, dass
dieses Ziel bis Ende 2029 erreicht werden soll. Vergleichsmaßstab
sind die 2025 erreichten 12,4 Prozent. An der Börse verpuffte die
zunächst einsetzende Begeisterung rasch.
ROUNDUP: Beteiligungsgesellschaft Mutares will weiter wachsen -
Aktie legt zu
MÜNCHEN - Die Beteiligungsgesellschaft Mutares hat im
abgelaufenen Geschäftsjahr mehr umgesetzt und verdient. Dabei
profitierte das Unternehmen vom Portfolioumbau und dem Verkauf von
Beteiligungen, vor allem des vollständigen Ausstiegs beim
österreichischen Motorenhersteller Steyr. Für das laufende Jahr
zeigte sich das Management mit "großem Optimismus" und steckte sich
neue mittelfristige Ziele. An der Börse kam dies gut an.
Verivox: Gaspreise für Neukunden um 15 Prozent gestiegen
HEIDELBERG - Die günstigsten Gaspreise für Neukunden haben infolge
des Iran-Krieges laut einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox
deutlich zugelegt. Grund seien die stark gestiegenen
Großhandelspreise für Erdgas, berichtete das Portal. Innerhalb
weniger Tage habe sich Erdgas bei neu abgeschlossenen Verträgen um
1,2 Cent pro Kilowattstunde verteuert. "Das entspricht einem Anstieg
von rund 15 Prozent", sagte ein Sprecher.
ROUNDUP: Zölle vermasseln deutschen Winzern das USA-Geschäft
DÜSSELDORF - Die Weinexporte deutscher Winzerinnen und Winzer in die
USA sind im vergangenen Jahr wegen hoher Zölle deutlich gesunken.
Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) bei der Weinmesse Prowein in
Düsseldorf mitteilte, reduzierte sich die Menge der Ausfuhren in das
nordamerikanische Land um elf Prozent auf 118.000 Hektoliter.
ROUNDUP/BER-Warnstreik: Fluggäste müssen mit Einschränkungen rechnen
SCHÖNEFELD - Die Gewerkschaft Verdi hat für Mittwoch zu einem
ganztägigen Warnstreik am Hauptstadtflughafen BER aufgerufen. Der
Arbeitskampf sei eine "direkte Konsequenz der Verweigerungshaltung
der Arbeitgeberseite, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen",
teilte Verdi mit.