Aktien Frankfurt: Gewinne - Unicredit bietet für Commerzbank
Nach den jüngsten Verlusten im Zuge des Iran-Krieges hat sich der deutsche Aktienmarkt am Montag stabilisiert. Die Anleger nahmen erleichtert zur Kenntnis, dass die Ölpreise zum Wochenbeginn wieder etwas nachgaben. "Die Anleger setzen auf eine Intervention der USA an den Energiemärkten", schrieb Marktanalyst Andreas Lipkow vom Handelshaus CMC Market.
Der Leitindex Dax
Die Anleger blickten ansonsten weiter gen Nahost: Zuletzt hat US-Präsident Donald Trump von Nato-Verbündeten Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der wichtigen Straße von Hormus am Persischen Golf gefordert. Der Schiffsverkehr in der für den internationalen Transport von Öl und Flüssiggas wichtigen Meerenge ist wegen des Kriegs stark beeinträchtigt. Allerdings war es am Wochenende mehreren Tankern gelungen, das Nadelöhr zu passieren.
Gleichwohl blieb Lipkow skeptisch: "Der Krieg im Nahen Osten bleibt weiterhin das dominierende Thema und straft mit jeder neuen Kriegswoche all diejenigen Lügen, die von einem kurzen und einfachen Militärschlag ausgegangen sind". Die Energiepreise könnten so zu einem echten Problem werden, das sich erst in den kommenden Monaten so richtig entfalten dürfte. Die Folgen würden sowohl direkt über sinkende Margen bei den Unternehmen als auch über anziehende Inflationstendenzen und daraus folgende Konsumzurückhaltung spürbar werden.
Der MDax
Hierzulande ist das Übernahmeangebot der Unicredit
Das Angebot ziele darauf ab, die im deutschen Übernahmerecht vorgesehene 30-Prozent-Schwelle zu überwinden und "in den kommenden Wochen einen konstruktiven Dialog mit der Commerzbank und ihren Stakeholdern zu fördern", teilte das Institut mit. Es werde erwartet, dass Unicredit eine Beteiligung an der Commerzbank von mehr als 30 Prozent erreichen werde, "ohne die Kontrolle zu erlangen". Die Aktien der Commerzbank notierten zuletzt mit einem Aufschlag von 8,6 Prozent etwas über dem anhand des Tauschangebotes errechneten Angebotspreis. Damit setzten sich die Commerzbank-Papiere an die Index-Spitze.
Zweitbester Wert im Leitindex waren Bayer
An der MDax-Spitze zogen die Papiere von Hensoldt
--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---
ISIN DE0008469008 DE0008467416
AXC0196 2026-03-16/15:04
Relevante Links: Bayer AG, HENSOLDT AG, UniCredit S.p.A., Commerzbank AG