Irans Präsident spricht mit Macron über Straße von Hormus
Die Präsidenten aus dem Iran und Frankreich haben sich nach Angaben aus Teheran über die Lage in der Straße von Hormus ausgetauscht. Massud Peseschkian telefonierte am Sonntag mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, wie aus einer iranischen Regierungserklärung hervorgeht. Nähere Details zu diesem Thema gab es zunächst nicht. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge ist infolge des Kriegs und durch iranischen Beschuss nahezu zum Erliegen gekommen, was die Ölpreise weltweit in die Höhe treibt.
Peseschkian sprach nach Angaben aus Teheran von einem aufgezwungenen Krieg. Er kritisierte die Haltung "einiger europäischer Länder" und warf ihnen vor, Israel und die USA blind zu unterstützen. Irans Präsident forderte, dass Völkerrecht und Rechtsstaatlichkeit gewahrt werden. "Wir haben keinen Zweifel daran, den Aggressoren entgegenzutreten und unser Staatsgebiet sowie unsere nationale Sicherheit entschlossen und legitim zu verteidigen", sagte er.
Ein weiteres Thema waren den Angaben nach "konsularische Angelegenheiten". Seit mehreren Monaten bereits gibt es Berichte über einen möglichen Gefangenentausch. Der Iran will eine Staatsbürgerin in die Heimat bringen, die in Frankreich wegen Terrorverherrlichung verurteilt wurde. Im Gegenzug soll ein französisches Lehrerpaar freikommen, das den Iran seit Jahren nicht verlassen darf./arb/DP/zb
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