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Krankenkassen: Mehr gegen steigende Arzneimittelpreise tun

Die Krankenkassen haben die Politik aufgefordert, stärker gegen steigende Arzneimittelpreise vorzugehen. "Die Arzneimittelpreise bei uns sind schon die höchsten hinter denen der USA. Wenn es darum geht, daran etwas zu ändern, war die Politik bislang zu zaghaft", sagte der Chef des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherungen, Oliver Blatt, der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Auf die Frage, ob ein Drücken der Preise möglich sei, ohne die Hersteller ins Ausland zu vertreiben, sagte Blatt: "Ein klares Ja! Es ist Quatsch zu behaupten, dass hohe Preise dafür sorgen würden, dass mehr in Deutschland produziert wird." Schon heute ließen deutsche Konzerne in China oder Indien produzieren. Noch höhere Preise führten nicht zu einer besseren Versorgungslage.

Für Arzneimittel hätten die Kassen im vergangenen Jahr 58,5 Milliarden Euro ausgegeben - mehr als für die ambulante ärztliche Versorgung, sagte Blatt. "Das ist inzwischen nach den Krankenhäusern der zweitgrößte Kostenblock. Die Ausgaben für neue Medikamente haben sich in zwölf Jahren verdoppelt", beschrieb er die Entwicklung.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat eine Expertenkommission eingesetzt, die schon bis Ende März Vorschläge zu Einsparungen bei der Gesundheitsversorgung vorlegen soll./bg/DP/zb

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AXC0054 2026-03-15/07:23

Relevante Links: Merck KGaA, Bayer AG, Sanofi S.A., AstraZeneca plc, Pfizer Inc.

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