KfW: Mittelständler spüren negative Folgen von US-Politik
Die US-Politik unter Präsident Donald Trump hat einer Umfrage der staatlichen Förderbank KfW zufolge negative Auswirkungen auf mehr als die Hälfte der deutsche Mittelständler mit Geschäftsbeziehungen in die Vereinigten Staaten. 25 Prozent der befragten Unternehmen berichteten von "sehr negativen" und weitere 27 Prozent von "eher negativen" Folgen der US-Politik der vergangenen Monate, heißt es laut "Welt am Sonntag" in der KfW-Umfrage, die der Zeitung vorliegt. 36 Prozent sehen demnach keine Veränderungen. Sieben Prozent fühlten sich dagegen durch die politischen Entscheidungen seit dem Beginn von Trumps zweiter Amtszeit im Januar 2025 begünstigt.
Der Anteil der Mittelständler, der noch Geschäftsbeziehungen in die Vereinigten Staaten hat, sank demnach binnen eines Jahres von 16,4 Prozent im Januar 2025 auf 11,3 Prozent im Januar 2026. Laut Angaben der "Welt am Sonntag" stammen die Angaben aus einer repräsentativen Sonderbefragung aus dem Januar. In die Wertung gingen demnach die Antworten von 1.700 mittelständischen Unternehmen mit einem Jahresumsatz unter 500 Millionen Euro ein.
KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher geht nicht davon aus, dass sich die Lage bald ändert. "Die Zurückhaltung deutscher Unternehmen auf dem US-Markt dürfte noch so lange anhalten, bis sie wieder mehr Vertrauen in die amerikanische Wirtschaftspolitik haben", sagte er laut der Zeitung. Zu der Skepsis beigetragen habe auch die Zollpolitik der US-Regierung, vor allem die Unsicherheit über deren künftige Entwicklung. Im Februar hatte das oberste Gericht der USA einen großen Teil der Zölle für unwirksam erklärt./gma/DP/zb
AXC0006 2026-03-14/07:00