dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 13.03.2026 - 15.15 Uhr
ROUNDUP: Chemieverband zieht wegen des Iran-Kriegs Prognose zurück
FRANKFURT - Der Iran-Krieg hat die Aussichten für die schon seit
Jahren schwächelnde deutsche Chemiebranche eingetrübt. Der Verband
der Chemischen Industrie (VCI) zog wegen der hohen Unsicherheiten
seine Prognose für das laufende Jahr zurück, wie er am Freitag in
Frankfurt mitteilte. Zuletzt hatte der VCI für das laufende Jahr für
die chemisch-pharmazeutische Branche insgesamt eine stagnierende
Produktion und für die Chemie alleine einen Rückgang um ein Prozent
erwartet. Bei sinkenden Preisen und stagnierender Produktion sollte
das ein Umsatzminus von rund zwei Prozent bedeuten.
ROUNDUP: Langjähriger Chef von Software-Konzern Adobe tritt zurück -
Aktie fällt
SAN JOSE - Beim US-Softwarekonzern Adobe steht nach
vielen Jahren ein Chefwechsel an. Shantanu Narayen (62) werde
zurücktreten, sobald ein Nachfolger gefunden ist, teilte der
Anbieter von Kreativsoftware am Donnerstag nach US-Börsenschluss
mit. Der Manager werde aber Verwaltungsratsvorsitzender bleiben.
Narayen war bereits 1998 zur Adobe gekommen und führt das
Unternehmen seit Dezember 2007. Zuletzt zweifelten Investoren
zunehmend an der Adobes Fähigkeit, im Zeitalter von Künstlicher
Intelligenz (KI) erfolgreich zu sein. Das Unternehmen bietet etwa
Software zur Bearbeitung von Videos und Fotos an.
Nemetschek will höhere Dividende zahlen
MÜNCHEN - Der auf die Bauindustrie spezialisierte Softwareanbieter
Nemetschek will nach einem Gewinnanstieg im
vergangenen Jahr mehr Dividende zahlen. Die Ausschüttung für 2025
soll um fast ein Viertel auf 68 Cent je Aktie steigen, wie das
MDax-Unternehmen am Freitag in München mitteilte. Ein
Jahr zuvor gab es 55 Cent. Nemetschek hatte Ende Januar vorläufige
Zahlen vorgelegt. Der Umsatz stieg um knapp 20 Prozent auf 1,19
Milliarden Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
um gut 23 Prozent auf 371,1 Millionen Euro. Detaillierte Zahlen gibt
es kommende Woche Donnerstag am 19. März.
KWS Saat verlängert Vertrag von Chef Büchting bis Ende 2032
EINBECK - Der Saatguthersteller KWS Saat will seinen
Vorstandssprecher Felix Büchting noch bis ins nächste Jahrzehnt an
seiner Spitze halten. Der Aufsichtsrat verlängerte Büchtings Vertrag
bis Ende 2032, wie das im SDax gelistete Unternehmen
am Freitag in Einbeck mitteilte. Der Vertrag wäre sonst Ende 2026
ausgelaufen. Der 1974 geborene Manager gehört zur siebten Generation
der Gründerfamilie von KWS Saat. Seit 2019 gehört er dem Vorstand
an, seit 2023 ist er dessen Sprecher.
IPO/ROUNDUP: Rüstungszulieferer Vincorion ist bald an der Börse
WEDEL - Der Börsengang des Rüstungszulieferers Vincorion steht kurz
bevor. Das Unternehmen gab in Wedel bekannt, dass die Anteilsscheine
erstmals am kommenden Freitag (20. März) an der Frankfurter Börse
gehandelt werden. Vorab wurde der Preis einer Aktie auf 17 Euro
festgelegt, wodurch sich die Marktkapitalisierung zunächst auf 850
Millionen Euro beläuft.