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Wiener Aktienmarkt vorbörslich mit klarem Minus erwartet / Wochenverlust in Aussicht - UNIQA mit Zahlen

An der Wiener Börse deuten sich am Freitag weitere Verluste an. Bankenindikationen sahen den ATX rund eine halbe Stunde vor Handelsbeginn bei 5.304 Punkten und damit 0,8 Prozent unter dem Schlusskurs vom Vortag.

Abgaben in ähnlicher Höhe signalisierten auch vorbörsliche Indikatoren anderer europäischer Indizes. Die Anleger bleiben vor dem Wochenende wegen möglicher weiterer Ereignisse im Nahen Osten wohl vorsichtig. Auch in Asien waren die Vorzeichen an den Aktienmärkten wieder negativ.

Damit dürfte der Wiener Aktienmarkt auch die zweite vom Iran-Krieg geprägte Handelswoche mit einem klaren Minus abschließen. Der Brent-Preis hielt sich Freitagfrüh weiterhin über der Marke von 100 US-Dollar. Irans neuer Führer Mojtaba Khamenei hatte am Donnerstag bekräftigt, dass die Straße von Hormuz geschlossen bleiben soll. Die erhöhten Energiepreise schlagen sich durch wachsende Sorgen über die Auswirkungen auf Inflation und Konjunktur wiederum auf die Aktienkurse nieder.

In den USA steht inzwischen die Veröffentlichung des PCE-Deflators für Jänner, also des von der US-Notenbank bevorzugten Inflationsmaßes, an. Ebenfalls am Programm steht das Michigan Sentiment. "Die Umfrage dürfte teilweise in der ersten Kriegswoche durchgeführt worden sein", erklären die Ökonomen der Helaba, die daher einen Rückgang des Barometers erwarten. Davor gibt es noch Daten zur Industrieproduktion in der Eurozone.

Die UNIQA hat 2025 deutlich besser verdient und ihren Gewinn ausgeweitet. Der Gewinn vor Steuern legte um 16,9 Prozent auf 516,4 Mio. Euro zu, die Prämien stiegen um 8,2 Prozent auf 8,36 Mrd. Euro. Haupttreiber für das Prämienwachstum war die Sparte Schaden und Unfall, die von ausbleibenden Naturkatastrophen profitierte. Auch die beiden übrigen Sparten verzeichneten Zuwächse.

Erste-Analyst Thomas Unger sprach von erwartungsgemäßen Zahlen und Ausblick. Eine positive Überraschung sei der höher als erwartet ausgefallene Dividendenvorschlag.

Bei Mayr-Melnhof bestätigte die Erste Group ihre Halteempfehlung. Das Kursziel hob Analyst Michael Marschallinger aber von 82,2 auf 95,5 Euro an.

Am Donnerstag hatte der ATX um 1,57 Prozent schwächer bei 5.348,99 Punkten geschlossen.

Die größten Kursgewinner im prime market am Donnerstag:

Verbund +3,14% 65,65 Euro
EVN     +0,91% 27,60 Euro
Lenzing +0,67% 22,45 Euro

Die größten Kursverlierer im prime market am Donnerstag:

Semperit -5,85% 11,58 Euro
Polytec  -4,93% 3,47 Euro 
FACC     -3,93% 14,68 Euro

spa/rst

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