dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 12.03.2026 - 15.15 Uhr
ROUNDUP 2: RWE schlägt 2025 Erwartungen - Höhere Ziele und mehr
Dividende
ESSEN - Der Ergebnisrückgang beim Energiekonzern RWE
ist im vergangenen Jahr weniger stark ausgefallen als befürchtet.
Überraschend gut lief der Handel mit Energie, auch die unerwartet
guten Geschäfte mit der Stromerzeugung durch Wind auf See schoben
den Dax-Konzern an. Für die kommenden Jahre stellt RWE
seinen Aktionären mehr Dividende in Aussicht und steckt sich selbst
höhere Ziele. Dabei setzen die Essener nun stärker auf das Geschäft
in den USA. Die Aktie zog in einem schwächeren Gesamtmarkt an.
BERLIN - Der Online-Händler Zalando hat auch 2025
seinen Umsatz gesteigert und operativ mehr verdient. Das Unternehmen
profitierte dabei von der Übernahme des Konkurrenten About You
, aber auch vom Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI).
Auch im laufenden Jahr will der Dax -Konzern weiter
wachsen und setzt dabei auf KI. Zudem kündigte das Management am
Donnerstag ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 300 Millionen Euro
an. An der Börse kam das gut an.
ROUNDUP 2: Daimler Truck kämpft weiter mit US-Markt - Aktie weiter
erholt
LEINFELDEN-ECHTERDINGEN - Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck
ist im vergangenen Jahr stark von den US-Zöllen von
Präsident Donald Trump belastet worden. Absatz, Umsatz und Gewinn
gingen deutlich zurück, weil die Geschäfte in Nordamerika unter
Druck gerieten. Auch für das neue Jahr gab sich das Management um
Chefin Karin Radström vorsichtig, wenn es auch im Auftragseingang
erste Zeichen der Besserung gab. Die Daimler-Truck-Aktie setzte
ihren Aufwärtstrend der vergangenen Tage fort.
ROUNDUP 2: Hannover Rück hebt Dividende kräftig an - Aktie legt zu
HANNOVER - Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück
will nach seinem Rekordgewinn 2025 eine deutlich
höhere Dividende zahlen. Die Ausschüttung soll von zuvor 9 auf 12,50
Euro steigen, wie der Konzern am Donnerstag anlässlich seines
Geschäftsberichts mitteilte. Analysten hatten im Schnitt 11,92 Euro
erwartet. Für 2026 peilt Vorstandschef Clemens Jungsthöfel noch mehr
Gewinn an, auch wenn durch den Krieg rund um den Persischen Golf
Belastungen in unbekannter Höhe drohen. An der Börse kamen die
Neuigkeiten gut an.
ROUNDUP: Brenntag blickt vorsichtig auf 2026 - Sparkurs verschärft
ESSEN - Der Chemikalienhändler Brenntag rechnet auch
2026 mit anhaltendem Gegenwind im Markt. "Kurzfristig wird die
Marktnachfrage bestenfalls unverändert bleiben", sagte
Unternehmenschef Jens Birgersson am Donnerstag laut Mitteilung. Die
hohe Unsicherheit dürfte anhalten. Das Management will seinen
Sparkurs nun noch einmal verschärfen. Das Unternehmen hatte schon
Anfang März Eckdaten vorgelegt und bereits ein Gewinnziel für das
laufende Jahr genannt. Die Brenntag-Aktie legte im frühen Handel um
gut ein Prozent zu und gehörte damit zu den stärkeren Titeln im Dax
.
ROUNDUP: MLP will nach Gewinnknick wieder mehr verdienen - Umbau
belastet 2025
WIESLOCH - Der Umbau seines Immobiliengeschäfts hat den
Finanzdienstleister MLP 2025 trotz Rekorderlösen
Gewinn gekostet. In diesem Jahr will Unternehmenschef Uwe
Schroeder-Wildberg das Betriebsergebnis aber wieder hochtreiben.
Mittelfristig strebt das Management dann noch bessere Werte an, wie
MLP bekräftigte. An der allgemein schwächelnden Börse reichten die
Aussagen vom Donnerstag jedoch nicht für nachhaltige Gewinne aus.
ROUNDUP: RTL will Umsatz und operatives Ergebnis steigern - Aktie im
Plus
LUXEMBURG - Der Medienkonzern RTL hat 2025 die
anhaltende TV-Werbeflaute und weniger Umsätze aus der Produktion von
Sendungen zu spüren bekommen. Erlöse und operatives Ergebnis waren
rückläufig. Im laufenden Jahr rechnet das Management mit einer
leichten Besserung. So soll der Konzernumsatz auf rund 6,1 bis 6,2
Milliarden Euro steigen, teilte das im MDax notierte
Unternehmen am Donnerstag in Luxemburg mit. Analysten hatten jedoch
etwas mehr erwartet. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor
Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) sieht RTL bei
rund 725 Millionen Euro, was über den Markterwartungen liegt. An der
Börse wurde dies gut aufgenommen.
ROUNDUP 2: BMW bleibt bei Ausblick vorsichtig - Aktie gibt nach
MÜNCHEN - Der Autobauer BMW hat im vergangenen Jahr
erneut den schwachen Markt in China zu spüren bekommen und setzt
sich auch für 2026 verhaltene Ziele. Allerdings geht das Management
davon aus, dass sich die Situation rund um Zölle im
transatlantischen Handel ab dem zweiten Halbjahr etwas entspannt.
Die Nachfrage nach Autos soll jedenfalls stabil bleiben. Trotz eines
leichten Gewinnrückgangs soll die im vergangenen Jahr deutlich
gestutzte Dividende wieder etwas erhöht werden. Die Aktie fiel am
Donnerstag.
ROUNDUP: Grenke verdient trotz vieler Insolvenzen mehr - Trendwende
geschafft
BADEN-BADEN - Der Leasingspezialist Grenke hat im
Jahr 2025 etwas mehr verdient als im Vorjahr - trotz einer anhaltend
hohen Zahl von Zahlungsausfällen und Insolvenzfällen unter seinen
Kunden. 2026 dürfte die Schadenquote zwar weiterhin hoch bleiben,
doch rechnet sich das Management nochmals mehr Gewinn aus. Zentraler
Fokus für die kommenden Jahre bleibe dabei Rentabilität, teilte das
Unternehmen am Donnerstag mit. Dabei setzt Grenke auch auf den
jüngsten Umbau des Geschäfts. Die Aktie stieg nach den Nachrichten
im frühen Handel an der SDax-Spitze um fast drei Prozent. Zuletzt
betrug das Kursplus gut zwei Prozent. Experten sprachen von guten
Zahlen.
ROUNDUP: Volkswagen will Rendite der Kernmarke VW Pkw 2026
verbessern
WOLFSBURG - Volkswagen will in diesem Jahr die
Rendite seiner Kernmarke spürbar steigern. Die Umsatzrendite soll
sich von zuletzt drei auf mehr als 4 Prozent erhöhen, kündigte die
Kernmarke bei der Vorlage ihrer Bilanz für 2025 an. Im vergangenen
Jahr hatte die Marke ihre Umsatzrendite nur um 0,1 Punkte
verbessert, von 2,9 auf 3,0 Prozent. Von jedem Euro Umsatz blieben
also 3 Cent Gewinn.
ROUNDUP: Chipzulieferer Siltronic streicht Dividende - Aktie unter
Druck
MÜNCHEN - Der Chipzulieferer Siltronic streicht wegen
eines Verlusts im vergangenen Jahr die Dividende. Das teilte das
Münchner Unternehmen bei der Vorlage von detaillierten
Geschäftszahlen mit. Für 2024 hatte das Unternehmen, an dem Wacker
Chemie etwas mehr als 30 Prozent hält, noch 20 Cent je
Aktie als Gewinnbeteiligung ausgeschüttet.