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Devisen: Eurokurs fällt weiter zum US-Dollar - Unsicherheit belastet

Der Kurs des Euro ist am Donnerstag erneut gefallen. Ein deutlicher Anstieg beim Ölpreis sorgte an den Finanzmärkten für Unsicherheit, was die Nachfrage nach der Krisenwährung US-Dollar verstärkte. Die amerikanische Währung konnte zu allen anderen wichtigen Währungen zulegen.

Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1555 Dollar gehandelt, nachdem der Kurs am Vorabend bei etwa 1,1570 Dollar gestanden hatte. Seit Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran Ende Februar, sorgt die Unsicherheit an den Finanzmärkten immer wieder für eine stärkere Nachfrage nach dem Dollar. Der Kurs des Euro ist in dieser Zeit um mehr als zwei Cent gefallen.

Zuletzt haben iranische Angriffe auf die Energieinfrastruktur am Persischen Golf und auf Tanker die Sorgen um die Öl- und Gaslieferungen verstärkt, beschrieben Analysten der Dekabank die Marktstimmung. Die Entscheidung von großen Industriestaaten, strategische Ölreserven freizugeben, habe bisher noch nicht geholfen, sagte Devisenexperte Michael Pfister von der Commerzbank. Zudem habe die mehrfache Betonung der USA, dass der Krieg bald vorbei sei, bisher nicht überzeugen können.

Wegen der Sorge vor den Folgen des Iran-Kriegs sind Konjunkturdaten an den Finanzmärkten etwas in den Hintergrund gerückt. Am Nachmittag dürften Daten vom US-Arbeitsmarkt Beachtung finden. Auf dem Programm stehen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Hinweise liefern auf die Entwicklung auf dem US-Arbeitsmarkt./jkr/jha/

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AXC0117 2026-03-12/09:17

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