Wiener Aktienmarkt vorbörslich klar tiefer erwartet / ATX mit Abschlag von 1,12 Prozent indiziert - Hoher Ölpreis belastet weiterhin die Stimmung - Zahlenvorlagen von Post und Vienna Insurance Group
Der Handelsauftakt an der Wiener Börse wird am Donnerstag klar tiefer erwartet. Bankenindikationen signalisierten rund 50 Minuten vor Sitzungsauftakt einen deutlichen Abschlag von 1,12 Prozent für den heimischen Leitindex ATX. Auch die Eröffnung an den europäischen Leitbörsen wird mit einer schwächeren Tendenz taxiert.
Das belastende Thema an den Finanzmärkten ist unverändert der hohe Rohölpreis wegen den Kampfhandlungen im Nahen Osten. Der Iran nimmt immer stärker die Energiewirtschaft in der Golfregion ins Visier. US-Präsident Donald Trump stellt zwar seit Tagen ein baldiges Ende des Krieges in Aussicht. Noch scheinen die Kapazitäten des Regimes in Teheran aber ausreichend für zumindest schmerzhafte Schläge. Je länger die militärische Auseinandersetzung anhält und die Energiepreise ein hohes Niveau aufweisen, desto größer sind die inflationären und konjunkturellen Auswirkungen, schreiben die Helaba-Analysten.
Am heimischen Aktienmarkt rückten auf Unternehmensebene die Post und die Vienna Insurance Group mit Zahlenvorlagen in den Fokus. Die Österreichische Post musste 2025 beim Umsatz und beim Ergebnis einen Rückgang hinnehmen. Das Betriebsergebnis (Ebit) ging im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 196,9 Mio. Euro zurück. Der Umsatz reduzierte sich um 2,6 Prozent auf 3,04 Mrd. Euro.
Die Vienna Insurance Group steigerte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 den Vorsteuergewinn hingegen um 31,7 Prozent auf 1,16 Mrd. Euro. Die verrechneten Prämien kletterten um 7,1 Prozent auf 16,3 Mrd. Euro in die Höhe. Die Dividende soll zudem um zwölf Prozent angehoben werden.
Die Wiener Börse hat am Mittwoch nach dem Vortageserholungsschub mit etwas schwächerer Tendenz geschlossen. Der Leitindex ATX gab 0,33 Prozent auf 5.434,40 Punkte ab, nachdem er am Dienstag um starke 2,71 Prozent zugelegt hatte. Auch an den europäischen Leitbörsen ging es zur Wochenmitte mit den Aktienkursen abwärts.
Die Strabag rückte mit einer erhöhten Kartellstrafe in den Fokus und die Aktie des Baukonzerns reagierte mit plus 0,1 Prozent nur wenig verändert. Die Analysten der Erste Group hoben hervor, dass dieses langwierige Verfahren nun abgeschlossen sei.
Die größten Kursgewinner im prime market am Mittwoch:
Austriacard +3,45% 7,19 Euro Rosenbauer +2,70% 49,50 Euro OMV +2,56% 58,15 Euro
Die größten Kursverlierer im prime market am Mittwoch:
Schoeller-Bleckmann -2,82% 36,15 Euro Kapsch TrafficCom -2,59% 5,26 Euro Vienna Insurance Group -2,45% 63,70 Euro
ste/ger
ISIN AT0000999982