Aktien Frankfurt Ausblick: Verluste erwartet - steigende Ölpreise belasten
Nach seiner Stabilisierung am Dienstag wird
der Dax
Entscheidend für Anleger bleibt die Entwicklung der Öl- und Gaspreise, denn nach dem jüngsten Rückgang unter die Marke von 90 Dollar kostete ein Fass Nordseeöl Brent am Donnerstagmorgen wieder bis zu 100 Dollar. Der Preis näherte sich damit wieder der Montagsspitze von fast 120 Dollar, als in einem panikartigen Moment das höchste Niveau seit 2022 markiert worden war.
Der Iran nimmt immer stärker die Energiewirtschaft in der Golfregion ins Visier. US-Präsident Donald Trump stellt zwar seit Tagen ein baldiges Ende des Krieges in Aussicht. Noch scheinen die Kapazitäten des Regimes in Teheran aber ausreichend für zumindest schmerzhafte Schläge. Ein Anstieg des Ölpreises um 15 Dollar je Barrel erhöhe den Verbraucherpreisindex der Eurozone um 0,3 Prozentpunkte, hatte RBC-Analystin Anke Reingen jüngst vorgerechnet.
Die Deutsche Bank sorgt sich vor diesem Hintergrund um die Wirtschaftsdynamik in Deutschland. Die Experten um Chefökonom Robin Winkler senkten ihre Wachstumsprognose für 2026 von 1,5 auf 1,0 Prozent und erklärten, der Krieg erinnere an den Golfkrieg Anfang der 90er Jahre, als nach der Wiedervereinigung schon einmal der Wachstumsimpuls einer groß angelegten fiskalischen Expansion gedämpft worden sei. Das Szenario sei aber noch weit vom Energiepreisschock 2022 entfernt und für eine Rezession bleibe die Hürde hoch.
Abseits der Geopolitik hat die Berichtssaison in Deutschland noch
einmal viel zu bieten mit einer Reihe an Dax-Konzernen, die Zahlen
vorlegten. Während sich mit Daimler Truck
Kursgewinne von mehr als sieben Prozent bahnen sich im vorbörslichen
Handel beim Dax-Mitglied Zalando
In den hinteren Börsenreihen entwickelte sich K+S
ISIN DE0008469008 DE0008467416
AXC0100 2026-03-12/08:18
Relevante Links: Brenntag SE, Grenke AG, Hannover Rück SE, Daimler Truck Holding AG, RWE AG, K+S Aktiengesellschaft, Zalando SE, BMW AG