EQS-News: KAP AG ERZIELT IM GESCHÄFTSJAHR 2025 IN EINEM ANSPRUCHSVOLLEN MARKTUMFELD EIN NORMALISIERTES EBITDA IM RAHMEN DER PROGNOSE (deutsch)
KAP AG ERZIELT IM GESCHÄFTSJAHR 2025 IN EINEM ANSPRUCHSVOLLEN MARKTUMFELD EIN NORMALISIERTES EBITDA IM RAHMEN DER PROGNOSE
EQS-News: KAP AG / Schlagwort(e): Vorläufiges Ergebnis KAP AG ERZIELT IM GESCHÄFTSJAHR 2025 IN EINEM ANSPRUCHSVOLLEN MARKTUMFELD EIN NORMALISIERTES EBITDA IM RAHMEN DER PROGNOSE
12.03.2026 / 08:00 CET/CEST Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
KAP AG ERZIELT IM GESCHÄFTSJAHR 2025 IN EINEM ANSPRUCHSVOLLEN MARKTUMFELD EIN NORMALISIERTES EBITDA IM RAHMEN DER PROGNOSE
* Umsatzerlöse sinken um 4,4 % auf 241,4 Mio. EUR (i. Vj. 252,5 Mio. EUR), normalisiertes EBITDA geht um 8,7% auf 20,0 Mio. EUR (i. Vj. 21,9 Mio. EUR) zurück
* Schwache Entwicklung der Segmente engineered products und surface technologies belastet die Ergebniskennzahlen des Konzerns erheblich
* Eingeleitete Effizienz- und Restrukturierungsmaßnahmen zeigen bislang nicht die für eine nachhaltige Trendwende erforderliche Wirkung
* IDW-S6-Gutachten bildet Grundlage für weitergehende und tiefgreifende Maßnahmen in allen Bereichen
* Wertminderungen in unterer bis mittlerer zweistelliger Millionenhöhe im Segment surface technologies ohne Auswirkungen auf normalisiertes EBITDA und Liquidität
Fulda, 12. März 2026 - Die KAP AG ("KAP"), eine börsennotierte, mittelständische Industrieholding (WKN 620840, ISIN DE0006208408), hat im Geschäftsjahr 2025 auf vorläufiger Basis in einem anspruchsvollen Marktumfeld ein normalisiertes EBITDA im Rahmen der prognostizierten Bandbreite erreicht, wobei der Umsatz infolge der anhaltend schwachen Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen unter der Prognose lag. Insgesamt blieb die operative Entwicklung des Konzerns deutlich hinter den eigenen Erwartungen zurück. Die im Geschäftsjahr 2025 bereits eingeleiteten Effizienz- und Restrukturierungsmaßnahmen konnten die anhaltend schwache Nachfrage in wesentlichen Abnehmerbranchen sowie die strukturellen Belastungen in einzelnen Segmenten nicht in einem ausreichenden Umfang ausgleichen. Insbesondere die fortgesetzte Schwäche im Automotive-Sektor belastete den Konzern weiterhin erheblich. Dabei entwickelte sich das Segment flexible films gut und profitierte von einer starken Poolsaison 2025, während die schwache Kundennachfrage das Segment engineered products und insbesondere das Segment surface technologies deutlich belastete.
Wirksamkeit der Effizienzmaßnahmen durch schwaches Marktumfeld überlagert Die Umsatzerlöse des Konzerns gingen im Geschäftsjahr 2025 auf vorläufiger Basis um 4,4% auf 241,4 Mio. EUR (i. Vj. 252,5 Mio. EUR) zurück. Diese Entwicklung reflektiert das anspruchsvolle Marktumfeld, insbesondere im Automotive- und Industriesektor, dessen negative Effekte sich auch auf den Konzern auswirkten. Das normalisierte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ("normalisiertes EBITDA") verringerte sich um 8,7 % auf 20,0 Mio. EUR. Diese Entwicklung spiegelt insbesondere die schwache Nachfrage und die negativen Auswirkungen aus dem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld wider. Die normalisierte EBITDA-Marge lag damit bei 8,3 % (i. Vj. 8,7 %).
Vor dem Hintergrund der nichtzufriedenstellen Entwicklung hat der Vorstand gemeinsam mit dem Aufsichtsrat eine umfassende Überprüfung sämtlicher Strukturen, operativer Prozesse und Maßnahmen eingeleitet. Erklärtes Ziel ist es dabei, die Kostenbasis nachhaltig zu senken, die operative Leistungsfähigkeit zu verbessern und die strategische Ausrichtung des Konzerns an das geänderte Marktumfeld anzupassen. Die im Dezember 2025 gestarteten Arbeiten an dem Gutachten nach IDW S6 laufen plan- und erwartungsgemäß und bilden die Grundlage für weitergehende, konsequente Restrukturierungs- und Neuausrichtungsmaßnahmen. Die Refinanzierungsgespräche mit den Banken werden konstruktiv weitergeführt. Nach Abschluss der Gespräche werden wir umgehend darüber informieren.
Marten Julius, Sprecher des Vorstands der KAP AG: "Das Marktumfeld war für unsere Segmente im Geschäftsjahr 2025 wie erwartet herausfordernd und führte zu entsprechenden Belastungen unserer Gesellschaft. Wir haben darauf reagiert und weitere Effizienzmaßnahmen in den Segmenten eingeleitet. Die Maßnahmen wurden jedoch durch das äußerst schwache gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Umfeld überlagert, sodass wir mit unserer Ergebnisentwicklung insgesamt nicht zufrieden sein können. Daher stehen sämtliche Geschäftsbereiche, Kostenstrukturen und strategischen Annahmen auf dem Prüfstand und werden kritisch hinterfragt. Unser Ziel ist es, die KAP AG wieder auf einen belastbaren und zukunftsfähigen Kurs zu führen."
Weiterhin heterogene Entwicklung in den drei Kernsegmenten Das Segment flexible films profitierte im Geschäftsjahr 2025 von der exzellenten Marktpositionierung seiner Unternehmen im Bereich gewebeverstärkter Poolfolien. Die Kundennachfrage, insbesondere nach qualitativ hochwertigen 3D-Folien, war weiterhin groß und führte in Verbindung mit innovativen Produkteinführungen und einer kontinuierlichen Optimierung des Produktportfolios zu einer positiven Entwicklung des Produktmixes. Die Umsatzerlöse stiegen vor diesem Hintergrund um 4,8 % auf 85,4 Mio. EUR (i. Vj. 81,5 Mio. EUR). Die Effekte aus dem optimierten Produktmix zeigten sich ebenso im Ergebnis wie das fortgesetzte Kostenmanagement. Synergien im Einkauf und in der Produktion zwischen den einzelnen Unternehmen wurden konsequent gehoben, wodurch sich die gute Rentabilität im Segment flexible films weiter verbesserte. Das normalisierte EBITDA stieg entsprechend überproportional zum Umsatz um 18,1 % auf 13,7 Mio. EUR (i. Vj. 11,6 Mio. EUR). Die normalisierte EBITDA-Marge erhöhte sich um 1,8 Prozentpunkte auf 16,0 % (i. Vj. 14,2 %).
Die Entwicklung im Segment engineered products war im Geschäftsjahr 2025 stark von der spürbar schwächeren Nachfrage wichtiger Kundengruppen geprägt und blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück. Darüber hinaus beeinträchtigte die aktuelle US-Zollpolitik das Exportgeschäft der Standorte in Portugal und Indien. Insgesamt sanken die Segmentumsatzerlöse um 10,2 % auf 99,2 Mio. EUR (i. Vj. 110,5 Mio. EUR). Die durchgeführten Maßnahmen zur Anpassung der Kapazitäten an die geringere Auslastung sowie zur weiteren Optimierung des Produktportfolios - unter anderem nach der Schließung des US-Standorts in Martinsville und der Verlagerung der Produktion an den indischen Standort in Bangalore - führten lediglich zu einer Stabilisierung des normalisierten EBITDA und einer nur leicht verbesserten Rentabilität. Das normalisierte EBITDA blieb mit 6,4 Mio. EUR (i. Vj. 6,5 Mio. EUR) nahezu konstant. Damit verbesserte sich die normalisierte EBITDA-Marge um 0,6 Prozentpunkte auf 6,5 %.
Im Segment surface technologies setzte sich die schwache Entwicklung des Vorjahres im Geschäftsjahr 2025 fort. Die Nachfrage nach Oberflächenbeschichtungen, insbesondere aus dem Automotive-Sektor, blieb verhalten und verharrte auf einem sehr geringen Niveau. In diesem überaus herausfordernden Umfeld sanken die Umsatzerlöse um 6,5 % auf 56,0 Mio. EUR (i. Vj. 59,9 Mio. EUR). Trotz bereits eingeleiteter Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung und Verbesserung der Kostenstrukturen - zu denen auch die erfolgte Schließung des unrentablen Werks in Leisnig zum 31. Dezember 2025 zählt - blieb die Ergebnisentwicklung deutlich unbefriedigend. Die im Vorjahr durchgesetzten preislichen Maßnahmen aufgrund des schwierigen Marktumfelds trugen darüber hinaus im Berichtsjahr nicht mehr in gleicher Weise zum Ergebnis bei. Das normalisierte EBITDA verringerte sich entsprechend um 59,2 % auf 3,1 Mio. EUR (i. Vj. 7,6 Mio. EUR). Die normalisierte EBITDA-Marge fiel damit um 7,2 Prozentpunkte auf 5,5 % (i. Vj. 12,7 %).
Im Rahmen der jährlichen Impairmenttests gemäß IAS 36 erfordern die anhaltend angespannten Marktbedingungen im Automotive-Sektor im Geschäftsjahr 2025 im Konzern aus heutiger Sicht Wertminderungen im Segment surface technologies in unterer bis mittlerer zweistelliger Millionenhöhe. Dies würde zu einer entsprechenden Verminderung des Eigenkapitals führen. Auch wenn die Wertminderungen keinen Einfluss auf die Liquidität haben, verdeutlichen sie die strukturellen Herausforderungen und die eingeschränkte Ertragskraft des betroffenen Segments unter den aktuellen Marktbedingungen.
Der vollständige und geprüfte Geschäftsbericht 2025 sowie die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 werden am 28. April 2026 veröffentlicht und stehen auf der Website der KAP zum Download zur Verfügung.
Kontakt: KAP AG Kai Knitter Head of Investor Relations & Corporate Communications investorrelations@kap.de +49 661 103 327
Über die KAP AG Die KAP AG ist eine börsennotierte Industrieholding im gehobenen Mittelstand und konzentriert sich dabei aktuell auf drei Kernsegmente: flexible films, engineered products und surface technologies. Derzeit ist KAP mit 18 Standorten und rund 1.550 Mitarbeitern in zehn Ländern präsent. Mit einem aktiven Beteiligungsmanagement konzentriert sich KAP darauf, das bestehende Portfolio kontinuierlich zu optimieren und Wertsteigerungen zu schaffen. Dabei bleiben die individuellen Stärken und Identitäten der erfolgreich am Markt agierenden Unternehmen gewahrt. Die Aktien der KAP AG notieren im Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (General Standard, ISIN DE0006208408).
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