K+S geht tendenziell positiv ins Jahr 2026 - Blick auf Brasilien
Der Düngerkonzern K+S
Mit Blick auf das obere Ende der Spanne brauche es neben einem Absatzanstieg mit Kunden aus der Landwirtschaft um 0,3 Millionen auf 7,6 Millionen Tonnen eine weitere, moderate Erholung der Kalipreise in Brasilien während der Frühjahrssaison, hieß es weiter. Diese müsse dann in andere Absatzmärkte sowie Produktgruppen ausstrahlen und über das gesamte zweite Halbjahr gehalten werden. Sollte der Absatz aber nur leicht steigen und die Preise für Kaliumchlorid-Dünger in Brasilien im Jahresdurchschnitt auf dem Niveau von Ende 2025 liegen, dürfe der operative Gewinn am unteren Ende der Zielspanne liegen.
2025 war dieses Ergebnis bei einem stabilen Umsatz von 3,65 Milliarden Euro um rund zehn Prozent auf 613 Millionen Euro gestiegen. Das Resultat liegt im Rahmen der Zielspanne des Unternehmens sowie auf dem Niveau der mittleren Analystenschätzung.
Dabei profitierte der im Index der mittelgroßen Werte, dem MDax
Das bereinigte Konzernergebnis lag 2025 ohne Berücksichtigung üblicherweise stark schwankender außerplanmäßiger Wertanpassungen auf das Düngergeschäft bei 125,5 Millionen Euro, nach einem Plus von 3,6 Millionen im Jahr zuvor.
Bereinigt um Sondereffekte flossen dem Unternehmen Finanzmittel von gut 29 Millionen Euro zu. Das ist zwar nur in etwa halb so viel bereinigter Free Cashflow wie 2024, doch steckte K+S im vergangenen Jahr viel Geld in das weitere Hochlaufen des Werkes Bethune in Kanada sowie in das schon länger laufende Projekt Werra 2060. Durch letzteres soll die Laufzeit des thüringisch-hessischen Verbundwerkes verlängert werden. Zudem möchte K+S mehr gewinnträchtigere Spezialprodukte herstellen und die Menge von Produktionsabwässern senken. Für 2026 stellt K+S einen mindestens ausgeglichen bereinigten freien Finanzmittelfluss in Aussicht.
Die Dividende, sie sich am bereinigten Free Cashflow orientiert, soll von 15 auf 7 Cent je Aktie fallen. Damit liegt die Ausschüttungsquote im Rahmen der Dividendenpolitik des Unternehmens./mis/la/nas
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KASSEL (dpa-AFX) - Weiterhin hohe Preise für margenstärkere Produkte
haben dem Dünger- und Salzkonzern K+S
Im Düngegeschäft mit der Landwirtschaft profitierte K+S dabei von weiteren, leichten Preiserhöhungen sowohl in Europa als auch in Übersee. Im zweiten Geschäftsbereich Industrie, der Produkte für die Chemie-, Industrie- und Pharmabranche herstellt, wurde zudem eine schwache Nachfrage durch Auftausalz ausgeglichen. Die Preise der Spezialprodukte "liegen weiterhin auf hohem Niveau und konnten teilweise weiter angehoben werden", wie es vom Unternehmen hieß.
Den Jahresgewinnausblick engte die Konzernführung um den Vorstandsvorsitzenden Christian Meyer ein, der Mittelwert der Spanne ist aber unverändert. Für das Gesamtjahr peilt sie nun einen operativen Gewinn zwischen 570 und 630 Millionen Euro an. Damit wurde die bisherige Zielspanne am oberen und am unteren Ende um jeweils zehn Millionen Euro eingeengt. Ob eher das untere oder das obere Ende erreicht wird, hängt auch an der Höhe der Kalidüngerproduktion im Schlussquartal, den Gaspreisen und nicht zuletzt an der Witterung, denn bei Winterwetter steigt die Nachfrage nach Auftausalz. Die mediane Analystenschätzung jedenfalls liegt mit aktuell 610 Millionen Euro etwas über der Mitte der avisierten Bandbreite.
Mit Blick auf den bereinigten freien Finanzmittelfluss geht K+S weiterhin von einem leicht positiven Wert aus - trotz erhöhter Investitionen aufgrund des weiteren Hochlaufs des Werkes Bethune in Kanada sowie den Ausgaben für das schon länger laufende Projekt Werra 2060. Durch dieses soll die Laufzeit des thüringisch-hessischen Verbundwerkes verlängert werden. Zudem möchte K+S mehr gewinnträchtigere Spezialprodukte herstellen und die Menge von Produktionsabwässern senken.
An der Börse pendelte der K+S-Aktienkurs zunächst zwischen leichten
Gewinnen und leichten Verluste. Damit ging der jüngste
Stabilisierungsversuch weiter, nachdem der Kurs seit dem
Zwischenhoch im Juni um rund 38 Prozent nachgegeben hatte. Am
Nachmittag gehörte der Anteilschein mit einem Aufschlag von 1,5
Prozent zu den besseren Werten im MDax
ISIN DE000KSAG888
AXC0060 2026-03-12/07:05
Relevante Links: K+S Aktiengesellschaft, JP Morgan Chase & Co.