Wiener Börse (Nachmittag) - ATX wächst um 2,69 Prozent / ATX gewinnt 2,69 Prozent - Hoffen auf schnelles Ende des Iran-Krieg nach einem Trump-Statement - RBI will in Rumänien zukaufen
Die Wiener Börse ist am Dienstag auf Erholungskurs. Der heimische Leitindex ATX legte im Verlauf 2,69 Prozent auf 5.451,44 Punkte zu. Auch der ATX Prime gewann 2,72 Prozent auf 2.709,34 Zähler. Damit folgte Wien dem europäischen Trend.
Die Märkte ziehen ihre Hoffnung heute vor allem aus der gestrigen Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, den Irankrieg schnell zu beenden, ohne dass er nähere Angaben zum Zeitpunkt machte. Die heiße Phase des Krieges scheine vorbei zu sein, sagte Andreas Lipkow von CMC Markets. Es waren aber auch erste skeptische Stimmen zu hören. "Es bleibt abzuwarten, wie der Iran auf die Ankündigungen von US-Präsident Trump reagieren wird", so Analyst Christian Henke vom Broker IG Markets.
Der Iran-Krieg wird dämpfende Wirkung auf Österreichs Wirtschaft haben. Das meint zumindest Nationalbank-Gouverneur Kocher, der heute mehrere Szenarien zu den Auswirkungen gestiegener Öl- und Gaspreise vorstellte. Dabei warnte er auch vor übereilten politischen Eingriffen wie Steuersenkungen oder Preisdeckeln. Trotz der angespannten Lage sieht Kocher keine Gefahr eines breiten wirtschaftlichen Einbruchs. "Ich sehe im Moment für Österreich und für die Europäische Union, für die Eurozone, keine Rezession", erklärte der Gouverneur.
Unter den Unternehmen rückte die Raiffeisen Bank International (RBI) in den Fokus. RBI könnte eventuell in Rumänien zukaufen. Laut Insidern komme die Bank einem Kauf der rumänischen Tochter der spanischen Bank BBVA, der Garanti BBVA, näher, heißt es in einem Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag. Als Kaufpreis wurden laut Bloomberg rund 550 Mio. Euro angeboten. Die Gespräche seien fortgeschritten, der Deal könnte aber noch verzögert werden oder flach fallen, so die Insider weiter.
Sollte der Zukauf stattfinden, würde Raiffeisen zur drittgrößten Bank in Rumänien (nach Vermögenswerten) aufsteigen. Seit 1998 ist die RBI mit einer Tochter in Rumänien vertreten. 2025 machte diese einen Gewinn von 349 Mio. Euro und beschäftigte rund 4.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Bilanzsumme lag bei rund 17,5 Mrd. Euro. RBI legten gute 6,3 Prozent zu.
An der Spitze des ATX Prime-Segments fand sich AT&S. Die Papiere des Leiterplattenherstellers bauten satte 10,4 Prozent auf. Eine gute Performance zeigten auch Do&Co mit plus 9,0 Prozent und FACC mit plus 8,5 Prozent. Die internationalen Friedenssignale drücken scheinbar auf die Energiewerte. Verbund büßten 2,5 Prozent, OMV 1,1 Prozent ein. EVN waren nahezu unbewegt.
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