Wiener Börse (Mittag) - ATX setzt Erholungskurs fort / Leitindex mit einem Plus von 2,56 Prozent - Mögliches Ende des Irankriegs macht Hoffnung - RBI könnte in Rumänien zukaufen
An der Wiener Börse ging es am Dienstag aufwärts. Der heimische Leitindex ATX legte bis Mittag 2,56 Prozent auf 5.444,21 Punkte und konnte die Verluste vom Vortag weitgehend wettmachen. Auch der ATX Prime gewann 2,57 Prozent auf 2.705,44. Damit folgte Wien dem europäischen Trend.
Hoffnung schöpft der Markt aus der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, den Irankrieg schnell zu beenden, ohne nähere Angaben zu machen. Die heiße Phase des Krieges scheine vorbei zu sein, sagte wiederum Andreas Lipkow von CMC Markets. "Nun muss sich zeigen, wie schnell die Diplomatie einen Waffenstillstand oder eine Feuerpause aushandeln kann." Auf erneute Verschärfungen dürften die Investoren sofort reagieren. Es waren aber auch erste skeptische Stimmen zu hören. "Es bleibt abzuwarten, wie der Iran auf die Ankündigungen von US-Präsident Trump reagieren wird", so Analystin Christina Henke vom Broker IG Markets.
Unter den Unternehmen zog heute die Raiffeisen Bank International (RBI) die Blicke auf sich. RBI könnte nämlich eventuell in Rumänien zukaufen. Laut Insidern käme die Bank einem Kauf der rumänischen Tochter der spanischen Bank BBVA, der Garanti BBVA, näher, heißt es in einem Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag. Als Kaufpreis seien rund 550 Mio. Euro angeboten worden. Die Gespräche seien fortgeschritten, der Deal könnte aber noch verzögert werden oder flach fallen, so die Insider weiter.
Sollte der Zukauf stattfinden, würde Raiffeisen zur drittgrößten Bank in Rumänien (nach Vermögenswerten) aufsteigen. Seit 1998 ist die RBI mit einer Tochter in Rumänien vertreten. 2025 machte diese einen Gewinn von 349 Mio. Euro und beschäftigte rund 4.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Bilanzsumme lag bei rund 17,5 Mrd. Euro. RBI legten bis Mittag gute 5,1 Prozent zu.
Insgesamt zeigten die ATX Prime-Werte mehrheitlich aufwärts. An der Spitze des Segments fand sich der steirische Leiterplattenhersteller AT&S, der 10,4 Prozent anzog. Auch Do&Co (+ 9,0 Prozent) und FACC (+ 8,9 Prozent) fanden sich unter den größeren Gewinnern.
Zu den Verlierern zählten hingegen Verbund und OMV mit minus 2,5 Prozent sowie minus 1,7 Prozent.
moe/ger
ISIN AT0000999982