APA - N A C H R I C H T E N Ü B E R B L I C K
"Postenschacher"-Affäre - Schmid belastet Wöginger
Linz - Im Prozess gegen ÖVP-Klubobmann August Wöginger und zwei Finanzbeamte wegen Amtsmissbrauchs hat am Montag der ehemalige Generalsekretär im Finanzministerium, Thomas Schmid, Wöginger und den Zweitangeklagten belastet. Es geht um die Frage, ob auf die Besetzung eines Vorstandspostens Einfluss genommen wurde. Wöginger habe zu ihm gesagt, "dass er für dieses Finanzamt jemanden hat, dass er sich den dort wünscht und dass ich mich darum kümmern soll", schilderte der Kronzeuge.
ORF-Generaldirektor Roland Weißmann tritt zurück
Wien - ORF-Generaldirektor Roland Weißmann (57) ist "mit sofortiger Wirkung" zurückgetreten, nachdem eine ORF-Mitarbeiterin "Vorwürfe der sexuellen Belästigung" erhoben hatte. Weißmann bestreitet diese Vorwürfe. Stiftungsratsvorsitzender Heinz Lederer betonte im APA-Gespräch, es sei seine "oberste Pflicht, die Integrität des ORF zu schützen". Radiodirektorin Ingrid Thurnher werde am Donnerstag zur Wahl als neue Generaldirektorin bis zum Ende der laufenden Amtsperiode vorgeschlagen.
Ölpreis steigt wegen Iran-Kriegs weiter kräftig an
Frankfurt/Washington/Teheran - Der Ölpreis hat seinen Höhenflug wegen des Kriegs im Nahen Osten fortgesetzt und die Marke von 100 US-Dollar übersprungen. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Rohöl der Nordsee-Marke Brent stieg in der Nacht auf Montag um bis zu 29 Prozent auf fast 120 Dollar (103,80 Euro). Allerdings kam der Preis dann im Tagesverlauf schon wieder deutlich zurück. Zuletzt kostete Brent gut 100 Dollar, was aber immer noch knapp neun Prozent mehr waren als am Freitag.
Zwei Tote bei iranischem Raketenangriff auf Israel
Manama/Tel Aviv - Bei einem iranischen Raketenangriff auf Israel sind zwei Menschen getötet worden. Der Rettungsdienst Magen David Adom berichtete, bei dem Angriff im Großraum Tel Aviv sei ein 40-jähriger Mann getötet worden. Ein weiterer Mann sei mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Nach Angaben des Rettungsdienstes Zaka wurde er später für tot erklärt. Ein aus dem Iran abgefeuertes Geschoss sei auf einer Baustelle eingeschlagen, die Betroffenen seien Bauarbeiter.
Sicherheitshinweise des Außenamts für Nahost weiter aufrecht
Wien - Über eine Woche nach Beginn des neuen Nahost-Kriegs Israels und der USA gegen den Iran bleiben die jüngsten Einschätzungen der Sicherheitslage in der Region durch den Krisenstab des Außenministeriums in Wien aufrecht: Für die meisten Länder gilt weiter eine Reisewarnung. Für Saudi-Arabien und den Oman bleibt ein hohes Sicherheitsrisiko bestehen, gab Ministeriumssprecher Clemens Mantl am Montag bekannt. Mehr als 1.300 Österreicher wurden bisher bei der Ausreise unterstützt.
Noch keine Entscheidung über Freigabe von Ölreserven
New York/Paris/Brüssel - Mit Blick auf die mögliche Freigabe von Teilen der nationalen Ölreserven wegen des Iran-Kriegs wurde nach französischer Darstellung noch keine Entscheidung getroffen. "Soweit sind wir noch nicht", sagte Frankreichs Finanzminister Roland Lescure in Brüssel nach einem Gespräch der Finanzminister der G7-Länder. "Worauf wir uns geeinigt haben, ist, wenn nötig alle notwendigen Mittel zu nutzen, um den Markt zu stabilisieren - die mögliche Freigabe von Reserven eingeschlossen."
Hauptprozess gegen Erdogan-Rivalen Imamoglu begonnen
Ankara - Fast ein Jahr nach seiner Verhaftung hat am Montag der Hauptprozess gegen den Ex-Bürgermeister von Istanbul, Ekrem Imamoglu, begonnen - und wurde kurz danach unterbrochen. Dem Oppositionellen und Gegner des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan drohen über 2.000 Jahre Haft. Ihm werden u. a. Gründung und Leitung einer kriminellen Vereinigung sowie Bestechung und Geldwäsche vorgeworfen. Menschenrechtler und Kritiker werten den Prozess als politisch motiviert.
Özdemir gegen Teilung der Amtszeit in Baden-Württemberg
Stuttgart - Grünen-Politiker Cem Özdemir hat nach seinem sehr knappen Sieg bei der Landtagswahl am Sonntag im deutschen Bundesland Baden-Württemberg den Regierungsanspruch der Grünen unterstrichen - und den Vorschlag einer Teilung der Amtszeit mit der CDU scharf zurückgewiesen. Auch wenn es nur eine Stimme mehr gäbe, wäre klar, wer den Ministerpräsidenten stelle, sagte Özdemir am Montag nach der Wahl in Stuttgart. Das sei Tradition.
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red