Devisen (Früh) - Euro gibt erneut zum US-Dollar nach / Preisanstiege bei Öl und Gas im Fokus
Der Kurs des Euro hat am Montag zum US-Dollar nachgegeben. Belastet wird der Euro vor allem durch die Preisanstiege bei Öl und Gas in Folge des Iran-Kriegs. In der Früh sank der Kurs der Gemeinschaftswährung wieder unter die 1,16-Marke auf 1,1556 Dollar und lag damit ein wenig tiefer als am Freitagabend (1,1606).
Seit Mitte der vergangenen Woche konnte sich der Euro stabilisieren, nachdem ihn eine Dollar-Stärke in der ersten Wochenhälfte belastet hatte. Der Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran am vergangenen Wochenende hatte zeitweise die Nachfrage nach dem Dollar als Krisenwährung verstärkt. Ein länger anhaltender Konflikt würde sich negativ auf die konjunkturelle Entwicklung auswirken, so die Helaba-Analysten. In den USA werden die am Mittwoch anstehenden Verbraucherpreise mit Interesse beobachtet, gefolgt von den Konsumausgaben (PCE) neben Deflatoren, den Auftragseingängen und dem Michigan Sentiment am Freitag.
Die deutsche Industrie ist indes mit einem doppelten Rückschlag ins Jahr gestartet: Ihre Aufträge brachen im Jänner so stark ein wie seit zwei Jahren nicht mehr, während die Produktion den zweiten Monat in Folge gedrosselt wurde. Das Neugeschäft schrumpfte um 11,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Damit endete eine Serie von vier Anstiegen in Folge, zu denen staatliche Großaufträge für Rüstung und Infrastruktur beitrugen.
Die deutsche Industrieproduktion wurde zu Jahresbeginn zudem überraschend gedrosselt. Industrie, Bau und Energieversorger stellten laut Statistischem Bundesamt im Jänner zusammen 0,5 Prozent weniger her als im Vormonat. Das deutsche Wirtschaftsministerium befürchtet infolge des Iran-Kriegs weitere Rückschläge.
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